Sparvorschläge zum Haushalt 2016 sehen Umzüge der Stadtverwaltung vor

Fehling plant Bürotausch

Thomas Fehling

Bad Hersfeld. Um die Kostenstruktur der Stadt Bad Hersfeld nachhaltig zu verbessern, hat Bürgermeister Thomas Fehling in seiner Rede zum Haushalt 2016 eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet – darunter auch so drastische wie den Umzug der Konrad-Duden-Stadtbibliothek vom Marktplatz in den Schilde-Park.

200 000 Euro wären seiner Rechnung nach durch die Fusion von Bücherei und „wortreich“-Ausstellung einzusparen. In das dann frei gewordene Gebäude am Markt 1 soll diesem Plan nach das Technische Rathaus einziehen. Sanierungskosten von einer halben Million Euro für das bisher genutzte Gebäude in der Landecker Straße müssten nicht investiert werden.

Weiter schlägt Fehling vor, das Gebäude des alten Ordnungsamtes am Markt 16 aufzugeben. Auch hier ist eine Sanierung für mindestens eine Million Euro erforderlich. Die dort ansässigen Verwaltungsteile wie Standesamt, Gewerbeamt und Ordnungsamt sollen im Stadthaus untergebracht werden, wo möglicherweise demnächst auch Postbank und Postfiliale ansässig werden.

Weiteres Sparpotenzial sieht der Bürgermeister auch in der Aufgabe des Eigenbetriebs Kur, der wesentlich kostengünstiger als Produkt im Fachbereich Kultur mitlaufen könnte.

Die Therme loswerden

Neben einigen Wohnhäusern, die sich im städtischen Eigentum befinden, würde Fehling auch gerne die defizitäre Kurbad-Therme loswerden, die im Gegensatz zu Geistalbad und Aquafit alleine dem Wohlbefinden und damit lediglich dem Tourismus diene. Weil auch hier ein akuter Sanierungsbedarf von mehr als 200 000 Euro besteht, fordert der Bürgermeister den Verkauf oder zumindest ein anderes Betreibermodell.

Leitthema Wirtschaft

Nachdem im vergangenen Jahr die Sicherheit Fehlings Leitthema war, so hat er dem Haushalt 2016 den Titel „Bad Hersfeld als Wirtschaftsstandort“ gegeben. Diesem „existenziell wichtigen Thema“ will er durch eine Stellenbesetzung mit einer Fachkraft ab April noch mehr Gewicht verleihen – dies auch als Konsequenz seiner Unzufriedenheit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises.

Von Karl Schönholtz

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