Schuldenstand bei 101,7 Millionen Euro

Fehling macht Kassensturz

Bad Hersfeld. Der neue Bad Hersfelder Bürgermeister Thomas Fehling (FDP) hat inzwischen einen ersten Kassensturz im Rathaus vollzogen und sich einen Eindruck über den tatsächlichen Stand der mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten verschafft.

Die Faktenlage sei derart, erklärt Fehling in einer Pressemitteilung, dass die Stadt Bad Hersfeld mit allen Töchter- und Eigenbetrieben zum 31.12.2010 einen Schuldenstand von 101,7 Mio. Euro habe. Zum Jahresende 2011 stehen demnach 123,4 Mio. Euro an Krediten für den städtischen Verbund im Haushalt bzw. in den Finanzplänen, wobei die Stadt mit 62,3 Mio. Euro und der Abwasserbetrieb mit 38,5 Mio. Euro die dominanten Größen darstellen.

Bis Ende 2014 dürfen die Hersfelder laut Fehling von insgesamt 133,5 Euro Schulden ausgehen. Unberücksichtigt geblieben seien dabei die 6,5 Mio. Euro, die im Jahr 2018 bei der Hessischen Land-Gesellschaft (HLG) für die Amazon-Umsiedlung zur Zahlung anstehen.

„Damit liegen die Tatsachen transparent auf dem Tisch und entsprechen den im Vorfeld der Bürgermeisterwahl geäußerten Vermutungen. Es wird große Anstrengungen und ein professionelles Schuldenmanagement ähnlich dem einer Konzernstruktur erfordern, um diesen übernommenen Schuldenberg wieder abzutragen“, bewertet Fehling die Situation. Er ist jedoch zuversichtlich, dass dies in den nächsten Jahren geleistet werden kann. (red/ks)

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