Bad Hersfelder Bürgermeister legt Widerspruch gegen Beschluss zum Bürgerbüro ein

Fehling gibt Contra

Fehlings Favorit: Ticket-Service und Tourist-Information gemeinsam im Foyer der Stadtbibliothek unterzubringen, wäre die günstigste Lösung. Fraglich ist, wie sich das auf die Ruhe im Lesebereich der Bücherei auswirkt. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling hat dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, Tourist-Information und Kartenzentrale an ihren früheren Standort im jetzigen Bürgerbüro am Markt zurückzubringen, widersprochen. Damit machte der Bürgermeister nun von seinem Recht nach Paragraf 63 der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) Gebrauch. Er tat dies in einem Schreiben an Stadtverordnetenvorsteher Professor Lothar Seitz.

„Das barrierefreie Bürgerbüro werde ich auf gar keinen Fall räumlich verlegen – schon gar nicht, wenn nicht mal konkrete Standortalternativen genannt werden.“ Der Widerspruch hat aufschiebende Wirkung. Die Stadtverordnetenversammlung wird sich nun erneut mit der Angelegenheit befassen. Dann kann es entweder eine politische oder fachliche Lösung geben, oder die Stadtverordneten könnten sich sogar für eine Klage gegen den Widerspruch des Bürgermeisters entschließen.

Wie Fehling gegenüber unserer Zeitung mitteilte, halte er ein kombinierte Lösung von Ticket-Service und Tourist-Info im Foyer der Stadtbibliothek für die personell einfachste und kostengünstigste. Inwieweit sich der erhöhte Publikumsverkehr auf die Ruhe im Lesebereich der Bibliothek auswirken könnte, müsse man überlegen.

Ohnehin hatte der Magistrat zuletzt mehrere potenzielle Standorte für die bislang im Schilde-Park ansässige Tourist-Information untersuchen lassen, darunter die ehemalige Poststelle am Rathaus (unsere Zeitung berichtete). Doch auch hier wäre der Einsatz von zusätzlichem Personal erforderlich.

Von Karl Schönholtz

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