Bad Hersfelder Kulturausschuss besichtigt Bestände: Fehling: "Das ist Mist"

Gute Ideen gesucht für das Lager des städtischen Museums

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Kein Fall für den Sperrmüll: Bis unters Dach sind die ausgelagerten Museumsstücke in der Halle 8022 der ehemaligen amerikanischen Kaserne gestapelt. Der Ausschuss für Kultur und Bildung ließ sich jetzt von Bertolt Schmidt vom Förderkreis Museum (Bildmitte mit Schal) informieren, ganz links Bürgermeister Thomas Fehling.

Bad Hersfeld. Wer die Tore zur Halle 8022 in der ehemaligen Kaserne im Stadtteil Hohen Luft öffnet, der denkt an einen Fall für den Sperrmüll: Bis unters Dach ist hier das Gerümpel gestapelt, jede Menge alte Werkzeuge, Möbel, Maschinen und anderer Plunder mehr.

„Das ist Mist“, entfuhr es denn auch Bürgermeister Thomas Fehling beim Anblick der vollgestopften Regale, doch meinte er nicht die Gegenstände selbst, sondern den Zustand, in dem sie gelagert werden.

Denn Halle 8022 ist das Magazin des städtischen Museums, das scheinbare Gerümpel sind für aufhebenswert befundene potentielle Exponate, für die aber in den beengten Verhältnissen des Museums im Stift kein Platz ist.

Bertolt Schmidt vom Förderkreis Museum gab den Mitgliedern des Stadtverordneten-Ausschusses für Kultur und Bildung bei der Besichtigung der Halle eine nüchterne Einschätzung mit auf den Weg: Einerseits sei hier „nichts wirklich Wertvolles“ untergestellt, vielleicht abgesehen von den Modellen für das in Hersfeld früher besonders gepflegte Blaudruck-Verfahren.

Andererseits hat in letzter Zeit auch der bauliche Zustand des Gebäudes gelitten, so dass hier ebenfalls Handlungsbedarf besteht, um die Museumsstücke vor Feuchtigkeit zu schützen.

Überlegungen, einen Teil der Möbel und Werkzeuge dem Hessenpark in Neu-Anspach anzubieten, verwarf Schmidt sofort: Vergleichbare Stücke seien dort zuhauf vorhanden.

Immerhin, gänzlich ungeordnet ist das Hersfelder Museumslager nicht, denn sein Inhalt ist zumindest katalogisiert. Was weiter geschehen soll, das konnte auf die Schnelle natürlich nicht geklärt werden. „Wer eine gute Idee hat, ist herzlich willkommen“, sagte Bürgermeister Fehling.

Von Karl Schönholtz

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