Bürgermeister hält am jetzigen Standort fest

Fehling: Bürgerbüro ist Erfolgsgeschichte

Bad Hersfeld. „Das barrierefreie Bürgerbüro werde ich auf gar keinen Fall räumlich verlegen – schon gar nicht, wenn nicht mal konkrete Standortalternativen genannt werden.“ Mit klaren Worten reagierte Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling damit auf Forderungen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen, die Tourist-Information und die Kartenzentrale wieder an ihren früheren Standort (im jetzigen Bürgerbüro am Marktplatz) zurückzubringen.

Das Bürgerbüro sei eine Erfolgsgeschichte, argumentiert der Bürgermeister in einer Pressemitteilung. Endlich könnten Rollstuhlfahrer, Senioren und Mütter mit Kinderwagen ebenerdig in die Stadtverwaltung kommen und ihre Anliegen vorbringen. „Es wird mit mir keinen Rückschritt in alte Zustände geben, wo diese Menschen sich Treppen hochquälen mussten oder im Winter auf dem Bürgersteig vor dem Haus Markt 16 ihre Anträge unterschrieben“, stellt Fehling klar.

Keine Notwendigkeit

Zudem sieht Fehling gar keine Notwendigkeit, die Kartenzentrale wieder an den alten Ort zu verlegen. Der Kartenverkauf laufe gut, auch mit einer Kartenzentale an der jetzigen Stelle. „Mir ist kein Fall bekannt, dass jemand kein Ticket gekauft hat, weil die Kartenzentale jetzt über einen anderen Eingang im selben Gebäude zu erreichen ist.“

Die Umsetzung der Tourist-Information (TI) in den Schilde-Park sei eine Fehlentscheidung gewesen – das sieht auch Fehling so. „Allerdings geht diese Entscheidung auf die vermeintlich großartigen touristischen Pläne meines Vorgängers zusammen mit der SPD zurück. Man vertraute auf das Konzept von Petri & Tiemann, in welchem dem wortreich ja auch jährlich 120 000 Besucher versprochen wurden.“

„Wird abgearbeitet“

Dafür sollte es sogar in der Parkmitte (auf der Plaza) ein eigenes Gebäude für die Tourist-Information und ein Café geben. Begleitend waren auch sehr großzügige Toilettenanlagen im ehemaligen Schilde-Verwaltungsgebäude für die Touristenmassen angedacht. „Wir können heute dankbar sein, dass die Umsetzung zumindest dieser Pläne zunächst zurückgestellt und dann verworfen wurde, sonst wären mehrere hunderttausend Euro unnötig verbaut worden.“ so Fehling.

Der Auftrag der Stadtverordneten, für die Tourist-Information jetzt einen neuen, innenstadtnahen Standort zu finden, werde derzeit „vom Magistrat ordentlich abgearbeitet.“ (red/ks)

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