Stadtbrandinspektor Thomas Daube ärgert sich über Kritik an der Feuerwehr

Fast täglich geht’s rund

Brandschutzehrenzeichen in Silber und Gold gab es für die Feuerwehrmänner, die seit 25 und 40 Jahren aktiv sind. Fotos: Reymond

Bad Hersfeld. Die Freiwillige Feuerwehr der Kernstadt Bad Hersfeld muss fast täglich zu Einsätzen ausrücken. Das stellte Stadtbrandinspektor Thomas Daube während seiner Rede zur Jahreshauptversammlung aller Bad Hersfelder Wehren am Samstagabend im Bürgerhaus Hohe Luft fest.

Zu insgesamt 318 Einsätzen wurden die Feuerwehrmänner im vergangenen Jahr gerufen. Diese gliedern sich in 94 Brandeinsätze, 53 technische Hilfeleistungen, 27 Einsätze bei Unwetter und Hochwasser, 30 Verkehrsunfälle, 27 Gefahrguteinsätze. Zweimal wurde die Feuerwehr von der Polizei zur Unterstützung angefordert. Und wenn Menschen vor verschlossenen Türen standen, halfen die Einsatzkräfte auch: insgesamt 19-mal.

Diese sogenannten Türöffnungen sind Bürgermeister Thomas Fehling ein Dorn im Auge, da sie eigentlich nicht Sache der Feuerwehr seien. „Für diese Fälle gibt es Fachleute. Ich habe kein Verständnis dafür, wenn dann die Feuerwehr alarmiert wird. Es kann nicht sein, dass dadurch unsere Leistungen strapaziert werden. Dagegen werde ich vehement vorgehen“, rief er in die Runde.

Zusätzlich zu den Einsätzen leisteten die Hersfelder Feuerwehrleute 177 Brandsicherheitsdienste und richteten 17 Branschutzerziehungen aus.

Zufrieden zeigte sich Daube mit der Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte. So wurden im vergangenen Jahr 43 Lehrgänge besucht. Dazu kommen noch Seminare und zwei Wochenlehrgänge an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel.

„Zieht man das alles zusammen, man könnte eine Menge an festen Arbeitsplätzen schaffen“, sagte der Stadtbrandinspektor.

Mit Unverständnis reagierte er daher auf die Anwürfe einiger Bürger, die sich darüber beschwerten, dass die Feuerwehr immer wieder neue Technik zur Verfügung gestellt bekomme. „Selbst in der Verwaltung gibt es Mitarbeiter, die nicht einmal den Unterschied zwischen einem Verein und der öffentlich-rechtlichen Feuerwehr kennen. Wenn man uns als Verein bezeichnet, sollte man sich erst einmal erkundigen, in welchem Verein sich Menschen sieben Tage in der Woche engagieren und weiterbilden. Die Stadtverwaltung kann sich froh und glücklich schätze, dass sie uns hat“, empörte sich Daube. Jedwede Anschaffung für die Feuerwehr sei nicht als Spielgerät bestimmt, sondern sie komme im Notfall den Bürgern und somit den Steuerzahlern zugute.

Neues Fahrzeug kommt

In Kürze soll ein 300 000 Euro teures Staffellöschfahrzeug den Fuhrpark bereichern. Ein 29 Jahre altes Fahrzeug wird dafür ausgesondert.

Von Mario Reymond

Kommentare