SPD-Delegierte wählten ihre Landtags-Kandidaten – Tanja Hartdegen ist Vertreterin

Fast alle wollen Warnecke

60 von 61 Delegierten stimmten für Torsten Warnecke als SPD-Kandidaten im Landtagswahlkreis 11 Hersfeld. Als Stellvertreterin wurde Tanja Hartdegen gewählt. Foto: Maaz

Friedlos. 60 Ja-Stimmen, ein Mal Nein: Bei der Wahlkreisdelegiertenkonferenz des SPD-Unterbezirks Hersfeld-Rotenburg für den Wahlkreis 11 Hersfeld haben die Wahlberechtigten den Landtagsabgeordneten Torsten Warnecke erneut zu ihrem Kandidaten für die kommende Landtagswahl im September ernannt.

60 Delegierte stimmten im Saal der Bürgerstuben in Friedlos für Warnecke, das entsprach 98,3 Prozent. Einen Gegenkandidaten hatte es nicht gegeben. Als Stellvertreterin wählten die Delegierten Tanja Hartdegen, und das mit eindeutigen 100 Prozent.

„Ehrlich und im besten Alter“

„Unser Kandidat soll gut sein, am besten der Beste, um die SPD in Wiesbaden gut zu vertreten“, hatte Carsten Lenz vom Stadtverband Bad Hersfeld vor der Wahl gesagt. Auch offen, ehrlich, intelligent, politisch erfahren und nah am Bürger sollte er sein, der Landtagskandidat. Kurzum: „Ein Sozialdemokrat mit Herz und Verstand“, so Lenz. 2013 habe mit der Niedersachsenwahl gut für die SPD angefangen, Solidarität und Gerechtigkeit müssten wieder zählen.

„Torsten Warnecke ist mit seinen 50 Jahren ein Best Ager im besten Arbeitsalter und er sagt immer ehrlich, was er denkt“, stellte Elke Künholz, Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin, heraus.

„Ich soll mich mal locker machen, haben einige zu mir gesagt“, meinte Warnecke dann bei der Bewerbervorstellung, wobei es wohl keinen im Raum gab, der ihn nicht kannte. „Aber ich will nicht locker lassen, sondern mich weiter für unsere Interessen einsetzen, unbequem sein und vorwegdenken.“

Weiter berichtete Warnecke von seinen Erfahrungen in der Landespolitik und mit der schwarz-gelben Regierung seit er 2008 in den Landtag gewählt worden war, und er sparte nicht mit Kritik an der politschen Konkurrenz und an deutlichen Worten. „Nach 13 Jahren ist es an der Zeit für einen Wechsel der Landesregierung“, so sein Fazit.

Fast alle Delegierten sprachen ihm schließlich ihr Vertrauen aus, auf Warnecke und seine Parteikollegen kommen nun sieben „aufregende und arbeitsintensive“ Monate bis zur Landtagswahl zu.

Tanja Hartdegen als stellvertretende SPD-Kandidatin für den Landtagswahlkreis 11 kommt aus Schenksolz. Die Mutter zweier Söhne ist verheiratet und „von Haus aus Juristin“. Durch verschiedene Ehrenämter sei sie vor Ort tief verwurzelt, ein besonderes Anliegen sind Hartdegen unter anderem die Belange der Frauen. Auch Hartdegen hatte keine Konkurrenz gehabt.

Nach der Wahl sprach Elke Künholz noch über zwei Anträge des SPD-Unterbezirksvorstands zur Ordnung auf dem Arbeitsmarkt und zum Kinderförderungsgesetz der hessischen CDU-FDP-Koalition. Dabei ging sie auch auf die aktuelle Debatte um Amazon ein. Denn wenngleich sie mit der „Hire-and-Fire-Politik“ des amerikanischen Unternehms nicht einverstanden sei, sorge der Versandhändler vor Ort auch für positive Schlagzeilen, etwa indem er Langzeitarbeitslosen eine Perspektive gebe. Sie selbst stehe in regelmäßigem Kontakt zu den Verantwortlichen in Bad Hersfeld.

Von Nadine Maaz

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