Fast 8000 Einwände gegen Starkstromtrasse

Hersfeld-Rotenburg. Im Zuge des Raumordnungsverfahrens für die geplante 380-KV-Starkstromleitung von Wahle nach Mecklar sind beim Regierungspräsidenten in Kassel sind 7833 Stellungnahmen eingegangen.

Sie kommen von Städten, Gemeinden, Kreisausschüssen oder Landkreisen, sowie von Verbänden, Netzbetreibern, Naturschutzverbänden, Bürgerinitiativen und Privatleuten, teilte das Regierungspräsidium mit.

Die Privatleute und die Bürgerinitiativen forderten nahezu einhellig die Erdverkabelung der Trassen und rügten, dass offensichtlich dem Natur- und Landschaftsschutz Vorrang gegeben werde vor dem Schutz der Menschen vor Elektrosmog.

Aus Sicht der Naturschutzverbände hingegen werde der so genannten Westtrasse über Cuxhagen und Melsungen der Vorrang gegeben. Die Erdverkabelung werde abgelehnt.

Die Kommunalvertreter fordern indes wie die Bürgerinitiativen die Erdverkabelung oder verlangen ein Aussetzen des Raumordnungsverfahrens, bis die Variante erprobt und Stand der Technik sei. Zudem solle die Gesetzeslage zugunsten der Erdverkabelung geändert werde.

Die Landesregierung werde aufgefordert, eine Gesetzesinitiative über den Bundesrat zu ergreifen. Trassenalternativen würden unterdessen von der Gemeinde Morschen und den Gemeinden Neuenstein, Ludwigsau und Alheim (wir berichteten) vorgebracht. (red/kai)

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