Pläne für neue Kindertagesstätte mit vier Gruppen im Schilde-Park nehmen Gestalt an

Farbenfrohes Tortenstück

So wird das neue Kita-Gebäude von oben aussehen. Der Eingang wird an der Seite zur August-Gottlieb-Straße sein. Bild: Büro Dietz/nh

Bad Hersfeld. Noch wuchert Unkraut auf dem unebenen Gelände, doch schon bald soll zwischen der Jahnhalle und der Schilde-Halle eine Kindertagesstätte entstehen (HZ berichtete bereits).

Das endgültige Ok dafür gab jetzt der Aufsichtsrat der städtischen Wirtschaftsbetriebe als zuständiges Gremium – nachdem es zunächst an „einigen Stellen geklemmt“ hatte, so der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Rolf Göbel. Die Vermessungsarbeiten laufen bereits, Architekt Volker Dietz aus Bad Hersfeld stellte gestern die Pläne für den Neubau vor.

Auf dem Areal hatte bis vor einigen Jahren noch ein Bürogebäude von Babcock gestanden. Die Kindertagesstätte in „adäquater Innenstadtlage“ soll die sanierungsbedürftige Einrichtung an der Friedrich-Ebert-Straße ersetzen und zudem das Betreuungsangebot erweitern. Vier Gruppen, je zwei für Unter-Dreijährige (Krippe) und zwei für bis Sechsjährige, werden etwa 70 Kindern Platz bieten. An der Friedrich-Ebert-Straße gibt es bislang lediglich zwei Kindergartengruppen.

Untergebracht werden soll die neue Kita in einem zweistöckigen Flachdachgebäude in Dreiecksform mit rund 800 Quadratmetern Nutzfläche, das an ein Tortenstück erinnert. So könne möglichst viel Volumen genutzt werden, erklärte Architekt Volker Dietz. Das Außengelände wird für die verschiedenen Altersklassen zweigeteilt. Im Erdgeschoss sollen unter anderem die Gruppenräume und ein Mehrzweckraum entstehen, oben Büro- und Besprechungsräume. Bei Bedarf ließe sich aber auch das Obergeschoss später noch um zusätzliche Gruppenräume erweitern.

Stellten gestern die Pläne für die neue Kindertagesstätte zwischen der Jahnhalle und der Schilde-Halle vor (von links): Dr. Rolf Göbel, Aufsichtsratsvorsitzender der städtischen Wirtschaftsbetriebe und Erster Stadtrat, der Architekt Volker Dietz und Valentin Wettlaufer, Aufsichtsratsvorsitzender der noch bestehenden Stadtentwicklungsgesellschaft, der sich für die Pläne interessierte. Foto: Maaz

Die Fassade des Neubaus wird farbenfroh gestaltet, soll sich aber auch der Umgebung anpassen. „Die Inhalte sollen von außen ablesbar sein“, so Dietz im Architektenjargon.

Die Gesamtkosten betragen inklusive Nebenkosten und Einrichtung 1,5 Millionen Euro. „Das Geld ist im Haushalt bereitgestellt und aus dem Regierungspräsidium gibt es eine Zuschusszusage “, so Göbel. Rund 300 000 Euro erwartet die Stadt an Förderzuschüssen für die Einrichtung neuer Betreuungsplätze.

Mit dem Bau muss bis zum 2. Oktober begonnen werden, derzeit läuft unter anderem die Ausschreibung für die Erdarbeiten. Fertiggestellt werden soll das Ganze dann „schnellstmöglich“ in 2014, so Göbel, der sichtlich erfreut über die aktuelle Entwicklung ist und schon an die Einweihung der Kita denkt.

Von Nadine Maaz

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