Tag der offenen Tür gewährte Einblicke in neue Räume des Frühförderzentrums

Familien sind gut aufgehoben

Ergotherapeutin Silke Noll betreut sowohl Kinder mit Entwicklungsverzögerung als auch Kinder mit Schwerstbehinderungen. Dabei gehören vor allem handwerkliches Gestalten und Bewegungsspiele zu den Therapieinhalten.

Bad Hersfeld. „Kannst du mal Platz machen?“ Angesichts des großen Menschenandrangs beim Tag der offenen Tür des Frühförderzentrums Bad Hersfeld hatte es der ein oder andere kleine Entdecker manchmal sichtlich schwer, sich seinen Weg durch den nagelneuen Erlebnisparcours zu bahnen – und doch hat die Einrichtung seit Oktober diesen Jahres eines sicherlich nicht mehr: Ein Platzproblem.

Hell, freundlich, geräumig

Durch den Umzug in die Vitalisstraße hat sich für Leiter Manfred Wiedemann und seine Mitarbeiter einiges verändert. Sichtlich stolz führt Wiedemann die vielen Eltern durch die neuen Räume, die hell, freundlich und vor allem geräumig gestaltet sind.

„Seit dem Umzug herrscht eine viel entspanntere Atmosphäre zwischen unseren Mitarbeitern und den Eltern. Früher haben alle mit dem Frühförderzentrum automatisch das Krankenhaus verbunden. Seitdem dies nicht mehr so ist, kommen viele Eltern unbefangener zu uns.“

Nicht nur die örtliche Trennung vom Klinikum, sondern auch die zentrale Lage der Anlaufstelle für Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen macht es für viele Familien einfacher, zur Einrichtung zu gelangen.

Zu Fuß erreichbar

„Man kann uns jetzt sehr gut per Bus und auch zu Fuß erreichen,“ sagt Wiedemann. „Früher hat sich die Anfahrt oftmals als problematisch erwiesen.“

Auch den Eltern gefällt’s: „Während das Kind in einer Therapiesitzung ist, kann man jetzt zwischendurch auch mal in die Stadt gehen“, meint die Mutter des fünfjährigen Julien, der sich in logopädischer Behandlung befindet. Mit der Arbeit des Frühförderzentrums ist sie sehr zufrieden, ebenso wie viele andere Familien.

„Für die meisten Eltern ist es am Anfang erstmal schwer, sich an uns zu wenden,“ erzählt Manfred Wiedemann. „Sicherlich ist es nicht leicht, mit der Krankheit des eigenen Kindes konfrontiert zu werden. Doch alle Therapien sind spielerisch gestaltet und die Eltern werden in sämtliche Entscheidungen miteinbezogen, sodass sich bald jede Familie bei uns gut aufgehoben fühlt.“

Von Hannah Becker

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