Interview mit Porsche Jackson-Stöhr und ihrem Sohn Jenson

Familie auf Monster-Jagd in Bad Hersfeld: Mutter und Sohn spielen Pokémon Go

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Kommt extra für das optimale Pokémon-Go-Spieleerlebnis nach Bad Hersfeld: Jenson Stöhr (14) aus Heringen. Seine Mutter spielt auch ab und zu mit, aufs Foto wollte sie aber nicht.

Bad Hersfeld. Egal ob in der Innenstadt, vor der Stiftsruine oder im Schildepark: Überall sind Kinder und junge Erwachsene unterwegs, die sich auf Pokémon-Jagd mit ihren Smartphones begeben. Doch nicht nur die jüngere Generation ist fasziniert von Pokémon Go. Auch so mancher Elternteil hat Gefallen an der virtuellen Monster-Jagd gefunden. Jenson Stöhr (14) und seine Mutter Porsche Jackson-Stöhr (45) aus Heringen berichten über ihre Erfahrungen mit dem neuartigen Spiel.

Jenson, wie bist du auf das Spiel Pokémon Go aufmerksam geworden? 

Jenson Stöhr: Früher in der Schule mochte ich Pokémon als Kartenspiel überhaupt nicht. Vor kurzem habe ich dann durch die Zeitung und die Nachrichten im Fernsehen von Pokémon Go erfahren. Auch Freunde von mir aus Amerika haben mich auf das Spiel angesprochen, also habe ich mich entschieden, es mal auszuprobieren.

Wann, wo und wie spielst du Pokémon Go? 

Jenson: Meistens spiele ich nachmittags und abends zwischen einer und drei Stunden täglich Pokémon Go. Da es bei mir zu Hause in Heringen nur wenig verschiedene Pokémon gibt, fahre ich jetzt in den Schulferien mindestens einmal pro Woche nach Bad Hersfeld. Dort gibt es nicht nur mehr Pokémon, sondern auch mehr Poké-Stops, an denen man nützliche Gegenstände, auch Items genannt, für das Spiel erhält.

Ich spiele meistens zu Fuß, es gibt aber auch Spieler, die mit dem Fahrrad oder auf Inlinern unterwegs sind. An meinen ersten beiden Spieltagen bin ich über 20 Kilometer gelaufen, mittlerweile habe ich spielend schon über 90 Kilometer Wegstrecke zurückgelegt!

Wo in Bad Hersfeld hast du dein spektakulärstes Pokémon gefangen? 

Jenson: Das war vor der Stadtkirche, nachdem ein anderer Spieler mit einem Lockmodul viele Pokémon an diesen Ort gelockt hat. Dadurch bin ich im Spiel einem Magmar begegnet, das ist ein Pokémon vom Typ Feuer.

Frau Jackson-Stöhr, was halten Sie als Mutter von Pokémon Go? 

Porsche Jackson-Stöhr: Am Anfang konnte ich mir nicht richtig vorstellen, wie dieses Spiel genau funktioniert. Dann habe ich ein Video über das Spiel gesehen und habe es mir anschließend selbst heruntergeladen. Jenson und ich spielen Pokémon Go gemeinsam auf meinem Handy. Als ich das erste Pokémon in meinem Wohnzimmer gefangen habe, bin ich erst richtig auf den Geschmack gekommen.

Also spielen Sie nun selbst regelmäßig Pokémon Go? 

Porsche Jackson-Stöhr: Nun, wenn ich morgens Brötchen hole, gehe ich in Heringen auch gleich an dem einen oder anderen Poké-Stop vorbei, um für Jenson nützliche Gegenstände einzusammeln und ihn somit im Spiel zu unterstützen. Außerdem finde ich es gut, dass mein Sohn nun mehr nach draußen geht als früher. Ich hatte zwar am Anfang Bedenken, dass ihn das Spiel zu sehr von den Gefahren im Straßenverkehr ablenkt, aber Jenson ist sehr vernünftig und spielt nur, wenn er sich nicht auf andere Dinge konzentrieren muss.

Was macht dir an Pokémon Go am meisten Spaß, Jenson? 

Jenson: Am meisten macht es mir Spaß, viele unterschiedliche Pokémon zu fangen. Für mich steht also das Sammeln im Vordergrund. Weniger bestreite ich mit meinen Pokémon Arenakämpfe, da die Pokémon der anderen Spieler oft viel stärker sind als meine eigenen.

Von Lisanne Jungkunz

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