Opfer sind Russlanddeutsche aus Bad Hersfeld – Keiner ging auf die Geldforderungen ein

Falsche Anwälte schocken am Telefon

Bad Hersfeld. Gleich mehrmals haben Betrüger am Dienstagabend versucht, Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion durch sogenannte Schockanrufe zu täuschen. Die Unbekannten hatten keinen Erfolg und es kam glücklicherweise in keinem Fall zu einer Geldübergabe. Die Polizei warnt davor, auf Anrufer hereinzufallen, die von Unfällen mit Verwandten berichten und sofort Bargeld einfordern.

Am Donnerstag gegen 15 Uhr erhielt eine 46-jährige Bad Hersfelderin einen Anruf eines Mannes in russischer Sprache. Der teilte ihr mit, dass ihr Sohn beim Eislaufen in Kassel ein anderes Kind verletzt habe. Es würde sich angeblich um ein dreijähriges Kind aus Lettland handeln, das jetzt im Krankenhaus operiert werden müsse. Der Anrufer gab sich bei dem Anruf als Anwalt aus. Geld habe er in diesem Gespräch noch nicht gefordert. Die Frau schaltete sofort die Polizei ein, die die Frau erst einmal beruhigte.

Ein weiterer Anruf ging um 15.20 Uhr bei einer anderen jüngeren Frau ein, die ebenfalls aus der ehemaligen Sowjetunion stammte. Auch in diesem Fall habe ein Mann in russischer Sprache angerufen und sich als Rechtsanwalt ausgegeben. Auch in diesem Fall wurde sofort die Polizei eingeschaltet.

Angebliche Unglücksfälle

Am Freitagmorgen gingen drei weitere Anrufe besorgter Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Bad Hersfeld bei der Polizei ein. Auch bei ihnen habe sich ein Mann in russischer Sprache gemeldet und über angebliche Unglücksfälle von Verwandten berichtet, die nun angeblich Geld bräuchten. Bisher ist noch kein Fall dabei bei dem die Angerufenen auf die Geldforderungen der angeblichen Rechtsanwälte eingingen.

Das Polizeipräsidium Osthessen warnt weiterhin vor Betrügern, die am Telefon Geld fordern und ihre Opfer dabei durch Geschichten über angebliche Unglücksfälle oder Unfälle zusätzlich unter Druck setzen. (red/ks)

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