Auch wenig wertvolle Modelle werden immer häufiger gestohlen

Fahrraddiebe sind nicht wählerisch

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Hersfeld-Rotenburg. Mit Beginn der Radsaison werden auch die Fahrraddiebe aktiver. In der Studentenstadt Göttingen etwa werden täglich vier bis fünf Räder gestohlen, doch auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg hat die Zahl der Fahrraddiebstähle zuletzt wieder zugenommen. 61 Räder sind 2013 im Kreisgebiet gestohlen worden, 2012 waren es 40.

Oft schlecht gesichert

„Sehr oft werden Fahrräder leider nicht gut gesichert, in vielen Fällen überhaupt nicht“, berichtet Manfred Knoch, Pressesprecher der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg. Dabei seien die Diebe nicht unbedingt wählerisch. Auch weniger wertvolle Räder werden gestohlen. „Es scheint, als sei der ein oder andere einfach zu faul, um nach Hause zu laufen. Insbesondere in einer lauen Sommernacht“, so der Polizeipressesprecher. „Wenn da ein nicht gesichertes Rad irgendwo steht, wird es mitgenommen. Da spielt der Preis keine Rolle.“

Zu gewerbsmäßig agierenden Banden, die die gestohlenen Fahrräder zum Beispiel auf Flohmärkten verkaufen, wie sie etwa die Polizei in Göttingen beschreibt, gebe es im Kreis Hersfeld-Rotenburg bislang keine Hinweise. Hessenweit werden nach Zahlen des Landeskriminalamtes etwa 14 000 Fahrräder pro Jahr als gestohlen gemeldet. Im Kreis schwankt die Zahl der Fahrraddiebstähle. 2011 wurden 47 Räder gestohlen, 2010 waren es 36 und im Jahr 2009 schnappten sich Diebe immerhin 54 Fahrräder.

Wieviele Diebstähle es im ersten Quartal dieses Jahres schon gegeben hat, teilt die Polizei noch nicht mit. „Die Saison beginnt ja erst, da ist noch kein Trend spürbar“, erklärt Manfred Knoch, der aber vor Nachlässigkeit warnt.

Fahrräder sollten immer gut gesichert werden. Viele Schlösser lassen sich laut Polizei sehr leicht knacken. Außerdem sei es gut, das Rad kennzeichnen und registrieren zu lassen. Seite 2, Hintergrund

Von Nadine Maaz

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