Mangelnde Versorgung mit Prüfplätzen und nicht kundenfreundlich

Fahrlehrer üben Kritik am Monopol des TÜV

Hersfeld-Rotenburg. Die Fahrschullehrer im Kreis Hersfeld-Rotenburg wehren sich gegen den TÜV, der in Hessen für Fahrprüfungen zuständig ist.

Sie werfen ihm vor, mit unflexiblen Regelungen sein Monopol auszunutzen.

Erst kürzlich hat der TÜV den Raum für die Theorieprüfung in Bebra gekündigt und will nur noch in Bad Hersfeld prüfen. Schon jetzt aber sei die Versorgung mit Prüfplätzen mangelhaft, die Fahrschulen müssten sich dann um die Plätze schlagen, sagen Markus Mihm (Bad Hersfeld) und Aribert Kirch (Alheim). Sie vertreten zwei Dutzend Fahrschulen und deren Fahrschüler. Diese hätten keine Lobby, so Mihm und Kirch.

Der TÜV führt Kostengründe für die Schließung an. Vonseiten des Verkehrsministeriums heißt es, geschätzte 90 Prüfungen dieses Jahr in Bebra seien zu wenig, Bad Hersfeld sei nur 15 Kilometer entfernt.

Die beiden Sprecher der Fahrlehrer: Markus Mihm und Aribert Kirch. Sie sagen, die Fahrschüler haben keine Lobby und müssen im Zweifel immer zahlen. Der TÜV behandele sie nicht wie Kunden.

Der Stadt Bebra zahlt der TÜV bisher 150 Euro Miete monatlich, inklusive Strom, Wasser und Heizkosten. Die Prüfer nähmen nach der Theorie zudem praktische Prüfungen ab, sodass auch keine vermeidbaren Fahrtkosten entstünden, so die Fahrlehrer.

Auch für Prüfungen, die sie ohne eigenes Verschulden nicht ablegen können, müssen die Fahrschüler in vielen Fällen zahlen, weil der TÜV nicht flexibel ist. Ersatzbewerber müssen vom TÜV nicht akzeptiert werden.

Dieser stelle Regeln zum Nachteil der Fahrschüler auf, die diese zu schlucken hätten, sagen die Sprecher der Fahrschulen. Sie sehen sich mit kleinlichen Vorgaben auf 16 Seiten gegängelt, in Thüringen, wo die Dekra prüft, reiche ein Blatt. So ist dort die Absage von Terminen kurzfristig möglich, oder der Prüfling einer anderen Fahrschule kann den Platz übernehmen.

Aus dem Wirtschaftsministeriums hieß es auf Anfrage, das Thüringer System werde möglicherweise bald in Hessen übernommen.

Mehr zum Thema lesen Sie in der HZ am Mittwoch.

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