Funkelnde „Mariechen“ und Büttenreden sorgten für Stimmung beim Seniorenfasching

Eulalia am FKK-Strand

Die „Imperada Girls“ sind schon seit vielen Jahren dabei, wenn der TSV Sorga zu seinen Faschingssitzungen einlädt. Für ihre Tanzdarbietung bekamen sie in der Stadthalle von den Senioren viel Applaus. Fotos: Hettenhausen

Bad Hersfeld. Sie hatten beim Seniorenfasching des TSV Sorga 1914 in der Stadthalle am Samstag und am Sonntag am meisten zu laufen: Die Kinder Felix Hildebrandt und Stephen Weichgrebe waren die Zeremonienmeister, deren Aufgabe es war, jeden Auf- und Abgang der Akteure zu begleiten.

Für den achtjährigen Felix war es der erste Auftritt und die Spannung war ihm anzumerken. Doch es funktionierte alles reibungslos bei der ersten Sitzung der Abteilung Fasching des Vereins in der jetzt beginnenden fünften Jahreszeit. „Wir haben die echten Talente in Sorga behalten. Die, die nichts können, haben wir zum Fernsehen geschickt“, verriet Sitzungspräsident Andreas Fischer.

Ein Jahr geprobt

Ein Jahr lang hatten die Karnevalisten geprobt und diesen Moment dann herbeigesehnt. So strahlten die Augen der vielen kleinen und großen Tanz-Mariechen, als sie den etwa 800 Besuchern in den zwei Veranstaltungen ihr Können zeigen durften. Die Stadt hatte ihre Senioren wieder einmal eingeladen und die ließen sich bei Kaffee und Berlinern den rasanten Querschnitt des eigentlich dreistündigen Programms in 90 Minuten schmecken.

Die Stadthalle war hierfür bunt mit lustigen Turnerfiguren passend zum Motto „Karneval ist unsre Welt, der Saal wird heut’ zum Circuszelt“ geschmückt. Leider hatte nicht einer der Gäste ein lustiges Hütchen auf, dann wäre die Szenerie perfekt gewesen. Nach den Tänzen des Funkenmariechens Franziska Gluth, der Jugendgarde und des Solztal-Balletts kam, zumindest am Samstag, Sieglinde Wenzel als Närrin in die Bütt. Sie skizzierte humorvoll die Defekte des Alters und kam zu dem Fazit: „Es hilft kein’ Pill’ und kein’ Arznei, die besten Zeiten sind vorbei“. Das eine oder andere Zipperlein erkannte man wieder, so dass im Saal fröhlich nickend zugestimmt wurde.

Schallendes Gelächter erntete der Auftritt des Originals Eulalia. Allein ihr Anblick war schon ein Kunstwerk der besonderen Art. Als sie dann von ihrem Sepp, ihren Erlebnissen am FKK-Strand und mit einem Wahrsageautomaten am Bahnhof schilderte, kullerten bei vielen die Tränen vor Lachen.

Die Top-Teens, die Imperada Girls und Die starken (B)-Engel rundeten das Programm mit weiteren Tanzdarbietungen ab. Am Ende verabschiedete sich die Hofgarde mit „Schätzchen ade“.

Am 13. Februar wird wieder der Schlachtruf des Vereins „Hummel, Hummel Sorga Helau“ ertönen, wenn zur großen Prunksitzung eingeladen wird.

Von Vera Hettenhausen

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