5. Deutscher Behindertentag Bad Hersfeld: Volunta am 13. August dabei

Erste Schritte in den Beruf

Vanessa Bessel und Luana Orth haben mit ihren freiwilligen sozialen Jahr nur positive Erfahrungen gemacht. Foto: Bertram Lenz

Bad Hersfeld/Bebra. Was mache ich nach der Schule? Wie kann ich die Zeit bis zum Beginn der Ausbildung oder des Studiums sinnvoll nutzen? Wie kann ich mich beruflich orientieren? Wie kann ich praktische Erfahrungen sammeln und mich dabei engagieren? - Antworten auf diese Fragen vieler junger Menschen vermag die Volunta gGmbH zu geben, eine Gesellschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Hessen.

Die gemeinnützige GmbH vermittelt alleine 2011 rund 350 Plätze für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) in Nordhessen. „Im Raum Hersfeld-Rotenburg sind es etwa 90 Stellen“ so die pädagogische Beraterin Nicole Soost, die für den Bereich Hersfeld-Rotenburg zuständig ist. Volunta wird auch beim 5. Deutschen Behindertentag am 13. August in Bad Hersfeld mit von der Partie sein.

Taschengeld

Das FSJ ist ein Bildungsjahr für junge Frauen und Männer. Bewerber für ein solches FSJ müssen die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben und dürfen nicht älter als 26 Jahre sein. Die Freiwilligen erhalten ein monatliches Taschengeld von 340 Euro, ein Jahresticket für den gesamten Nahverkehrsbereich und sind voll kranken- und sozialversichert. Sie nehmen an Seminaren teil und haben eine feste pädagogische Ansprechperson.

In der Region Hersfeld-Rotenburg ist ein Einsatz in den Bereichen Erste Hilfe-Ausbildung, Rettungsdienst, Fahrdienst, Krankenhaus, Alten- und Behindertenhilfe sowie in Jugendherbergen und Schulen möglich.

Gerade in Zeiten doppelter Abiturjahrgänge (in diesem Jahr in Niedersachsen und Bayern) nutzen junge Menschen das FSJ, um sich beruflich zu orientieren, die ersten Schritte im Berufsleben zu wagen oder einfach nur, um ein Jahr sinnvoll zu überbrücken, in dem sie keinen Ausbildungs- oder Studienplatz bekommen haben. Doch aus welchen Gründen auch immer - letztendlich bleibt in den meisten Fällen eine positive Erfahrung haften. Knapp 97 Prozent der Volunta-Freiwilligen erklären laut einer Befragung, dass sie das FSJ/FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) weiterempfehlen würden.

Soziales Engagement

Dies trifft auch auf die 17jährige Vanessa Bessel und die zwei Jahre ältere Luana Orth zu, die seit August 2010 ihr FSJ an der Bebraer August-Wilhelm-Mende-Schule ableisten, einer Schule für praktisch Bildbare. Beide bestätigen, mit der Volunta gGmbH „nur positive Erfahrungen“ gemacht und schon sehr viel gelernt zu haben - 8auch für die Zeit danach. Luana Orth: „Beispielsweise den Umgang mit Menschen, und eigentlich alles, was meine Menschenkenntnis betrifft“. Ihre Kollegin Vanessa Bessel ergänzt: „Pünktlichkeit, Durchsetzungsvermögen, Teamarbeit und soziales Engagement“.

An der August-Wilhelm-Mende-Schule sind insgesamt 14 FSJler der Volunta gGmbH im Einsatz und kümmern sich jeweils um ein behindertes Kind. Vanessa Bessel und Luana Orth finden es gut, dass sie sowohl von den Lehrkräften („die uns als vollwertige Arbeitskraft ansehen“) als auch von Volunta unterstützt werden, die regelmäßige Praxisreflexionen anbietet.

Von Bertram Lenz

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