Dorferneuerung in Asbach, Beiershausen und Kohlhausen: Förderbescheide übergeben

Erste Projekte stehen fest

Freuten sich über das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen (von links): Asbachs stellvertretender Ortsvorsteher Otto Michel, Bürgermeister Thomas Fehling, Marion Kesten-David vom Ortsbeirat Beiershausen, Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt und Hiltrud Herzog-Juli (Ortsbeirat Beiershausen). Foto: nh

Bad Hersfeld. Die Bad Hersfelder Stadtteile Asbach, Beierhausen und Kohlhausen (Asbeko) wurden 2011 als kooperierende Förderschwerpunkte in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Hessen aufgenommen. Auf der Grundlage der Dorfentwicklungskonzeption wurde ein Gesamtinvestitionsrahmen für öffentliche Maßnahmen von 620 000 Euro festgelegt.

Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt hat nun im Bürgerhauses Beiershausen zwei Bescheide des Landes an Bürgermeister Thomas Fehling überreicht.

Dadurch können nunmehr die ersten zwei Projekte der Dorferneuerung begonnen werden. So möchte die Stadt das denkmalgeschützte Backhaus in Asbach sanieren. Das Gebäude ist als Kulturdenkmal erfasst und liegt in der Ortsmitte.

Im Rahmen der geplanten Arbeiten soll der alte Backofen abgerissen und nicht ersetzt werden, da dies zu kostenintensiv ist. Nach der Sanierung des Gebäudes kann dies zur Unterstellung von Utensilien von Vereinen oder der Kommune genutzt werden. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 82 742 Euro, die mit einem Zuschuss aus Mitteln der Dorferneuerung in Höhe von 31 577 Euro gefördert werden.

Als zweites Projekt soll der vorhandene Jugendraum im Erdgeschoss des Bürgerhauses Beiershausen baulich und energetisch ertüchtigt werden und damit der Jugendarbeit in den Stadtteilen zur Verfügung stehen. Im Rahmen der Erstellung einer Nutzungskonzeption für öffentliche Gebäude wurde die Notwendigkeit des Jugendraumes dargestellt. Die Kosten für dieses Vorhaben belaufen sich auf insgesamt 48 146 Euro. Der Zuschuss der Dorferneuerung beträgt 25 302 Euro.

Große Nachfrage

Auch im privaten Bereich erfreut sich das Förderprogramm großer Nachfrage. Es konnten bereits zukunftsweisende Sanierungsvorhaben an großen Hofreiten, aber auch nachhaltige Gestaltungsaufwendungen bewilligt werden.

33 private Maßnahmen führten zu einem Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als zwei Millionen Euro. Die bewilligten Zuschüsse aus Dorferneuerungsmitteln belaufen sich hierbei auf rund 431 000 Euro.

Die Stadt Bad Hersfeld hat weiterhin ein Nutzungskonzept zur Entwicklung innerörtlichen Baulandpotentials erarbeiten lassen, welches bereits im Arbeitskreis Dorfentwicklung mit positiver Resonanz besprochen wurde.

Nachdem das Land Hessen für die Innenentwicklung der Dörfer nun auch fördertechnisch die Weichen stellt, erhofft sich die Stadt für die Dorfentwicklung einen zusätzlichen Impuls zur Belebung der Ortskerne. (red/ks)

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