Kabarett „Herrenabend“ mit Wolfgang Gellert und Fried Wolf in der Festspielkantine - Buffet inklusive

Erregendes für Damen entschärft

Wolfgang Gellert (links) und Fried Wolff sind seit zwanzig Jahren Bühnenpartner und inzwischen auch gute Freunde. Foto: Gudrun Schmidl

Bad Hersfeld. Genussvoll essen und dabei köstlich unterhalten werden liegt voll im Trend. Die Gastwirte Peter und Daniel Heck ließen sich von diesem Erfolgsrezept inspirieren und luden den bekannten Festspielschauspieler Wolfgang Gellert und seinen Bühnenpartner Fried Wolff am vergangenen Wochenende ein, mit ihrem neuesten Programm „Herrenabend“ im Zelt auf dem Areal der Festspielkantine den amüsanten Teil zu übernehmen.

Die Küchenmannschaft steuerte die Leckereien für das Drei-Gänge-Buffet bei. Gellert und Wolff waren in Bad Hersfeld bereits mit ihren Programmen „Wilhelm Busch“ und „Ringelnatz“ vor jeweils ausverkauftem Haus zu Gast.

An ihrem neuen Programm und dem mit knuspriger Ente, saftigem Gulasch und leckeren Vor- und Nachspeisen reich bestückten Buffet kann es nicht gelegen haben, dass weniger Gäste kamen als erhofft. Das war der Wermutstropfen an diesem an sich sehr gelungenen Abend.

Nach dem ersten kulinarischen Genuss im Gastraum wurde mit Glockengeläut zum ersten literarischen Gang in das ansprechend dekorierte Zelt gebeten, in dem Heizpilze und kuschelige Decken für die nötige Wärme sorgten. Wolfgang Gellert und Fried Wolff sind für den „Herrenabend“ in den literarischen Untergrund gestiegen und haben „Erregendes“ gefunden. Sie fanden Verse über und gegen die Obrig- und Geistlichkeit, entdeckten viele Geschichten zwischen Himmel und Hölle, zwischen Leben und Tod, die in einer Zweier- oder „Fremdbeziehung“ vorkommen.

Man merkt schon, dieses mit etlichen Liedeinlagen ergänzte Programm ist nicht geeignet für Strenggläubige und Kirchgänger und für Leute, die mit Alkohol nichts am Hut haben. Die gut gelaunten Gäste gehörten nicht dazu und amüsierten sich im Zelt bei einem Glas Rotwein über die unverblümten Späße.

Gellert und Wolff hatten die Lacher auf ihrer Seite, obwohl das Programm extra für die Frauen entschärft worden war. Dafür wurden sie aufgefordert, sich ab und zu einen Hausfreund zu gönnen, damit sie in der Liebe noch was lernen können. Die Pause wurde für den nächsten kulinarischen Gang genutzt und nach dem Nachtisch gab es noch einen literarischen Nachschlag.

Von Gudrun Schmidl

Kommentare