Einbußen bei Raps und Wintergerste – normale Menge Weizen

Ernte doch besser als zunächst befürchtet

Symbolbild

Hersfeld-Rotenburg. Die Getreide- und Rapsernte im Kreisgebiet ist abgeschlossen. Am vergangenen Wochenende konnten die Landwirte dank des warmen und trockenen Wetters die letzten Reste ihrer Frucht vom Feld holen. Bis zum Einbruch der Dämmerung brummten die Traktoren über die Straßen.

Wegen der extremen Frühjahrstrockenheit waren allgemein geringere Erträge erwartet worden. Diese Entwicklung ist auch eingetreten, wie der Fachdienst Ländlicher Raum beim Landrat und Kreislandwirt Horst Taube bestätigen. „Die Ernteausfälle sind jedoch nicht so schlimm wie befürchtet“, sagt Kreislandwirt Horst Taube. Besonders große Einbußen bis zu 20 Prozent sind bei Raps zu verzeichnen.

Gleich umgepflügt

In Einzelfällen kam es auch dazu, dass die Bestände überhaupt nicht geerntet werden konnten und ganze Felder einfach umgeackert wurden. Beim Getreide sind gegenüber den Vorjahren vor allem bei Wintergerste erhebliche Verluste in einer Größenordnung von 20 Prozent zu verzeichnen. Die Ausfälle bei den anderen Getreidearten sind weniger stark ausgeprägt.

Der Weizen, der üblicherweise als letzte Frucht geerntet wird, erreichte sogar normale Erntemengen. Es wird deutlich, dass die frühen Getreidearten, vor allem die Wintergerste, unter der langen Trockenheit besonders gelitten haben.

Der Winterweizen hat von den Niederschlägen ab Juni profitiert. Die Erntebedingungen waren für die Landwirte wegen der vielen Regentage schwierig.

Allerdings gab es nicht die Qualitätseinbußen wie im letzten Jahr. Besonders in Gerste und Weizen hatten Landwirte mit „Zwiewuchs“ zu kämpfen, also dem Wiederergrünen der erntereifen Bestände. „Das führt zu höheren Trocknungskosten für die Landwirte“, berichtet Günter Kerst vom Fachdienst ländlicher Raum. Zum Tage

Von Kurt Hornickel

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