Freiwillige Feuerwehr Bad Hersfeld übte bei der Firma Grenzebach BSH

Ernste Lage zum Abschluss

Jahresabschlussübung: Drei vermisste Mitarbeiter der Firma Grenzebach BSH musste die Freiwillige Feuerwehr Bad Hersfeld bei ihrer Jahresabschlussübung retten. Dazu gingen die Feuerwehrleute mit Atemschutz in die verrauchte Halle. Foto: FFW Bad Hersfeld

Bad Hersfeld. Zu der ureigensten Aufgabe der Feuerwehr, dem Löschen von Feuer, sind in den vergangenen Jahrzehnten viele weitere Aufgabenbereiche hinzugekommen. Neben technischen Hilfeleistungen bestimmen Brandmeldeanlagen das wesentlichen Einsatzgeschehen moderner Feuerwehren.

Das Vorgehen der Feuerwehr bei einer ausgelösten Brandmeldeanlage muss daher immer wieder trainiert werden. Aufwendig ausgearbeitete Jahresabschlussübungen stellen dabei seit längerer Zeit, als Übergang des praxisorientierten Sommers zum theorielastigen Winter, eine gute Möglichkeit dar, erläutert Simon Steinhauer, zuständig für die Pressearbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Hersfeld. So war es auch bei der jährlichen Abschlussübung der Dienstgruppe A der Feuerwehr Bad Hersfeld, die sich aus dem Alarmzug und dem 2. Löschzug zusammensetzt und gemeinsam mit der der Dienstgruppe B das hohe Einsatzaufkommen der Stadt Bad Hersfeld im Schichtbetrieb abarbeitet.

Das Übungsszenario: Bei der Firma Grenzebach BSH hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Bei der Erkundung wurde schnell klar, dass es sich um eine ernstere Lage handelte. Eine große Versuchshalle war verraucht, nachdem es nach Wartungsarbeiten zu einem Brand gekommen war. Drei Mitarbeiter fanden sich nach dem Feueralarm nicht am Sammelplatz ein und wurden daher noch im Gebäude vermutet. Die Feuerwehr rückte mit sechs Fahrzeugen an und arbeitete die realistische Übung, die von dem Brandschutzbeauftragten der Firma Grenzebach BSH Jörg Altmüller, dem stellvertretenden Kreisbrandinspektor Martin Orf und den Zugführern Stefan Heußner und Sebastian Sommer ausgearbeitet wurde, diszipliniert ab.

Unter Atemschutz

Zwei Trupps unter Atemschutz konnten schnell die drei vermissten Personen in Sicherheit und den Brand unter Kontrolle bringen. Eine der Personen war während ihres Fluchtversuchs unter eine 1000 Kilogramm schwere Machine geraten und verlangte den Atemschutztrupps einiges an technischem Geschick ab.

Unterstützt wurde die Feuerwehr Bad Hersfeld dabei von einem Rettungswagen des DRK Ortsverband Bad Hersfeld.

Die Beobachter der Übung waren mit der Leistung der Feuerwehr zufrieden und lobten, dass auch im Einsatzfall immer wieder Brandmeldeanlagen diszipliniert und professionell abgearbeitet werden, was sich auf den hohen Ausbildungsstand in der Feuerwehr Bad Hersfeld zurückführen lasse. (red/zac)

Hintergrund Links

Kommentare