Erneut Starkregen und Gewitter

Feuerwehren am Wochenende im Raum Rotenburg und bei Kirchheim im Einsatz

Teilweise mit schwerem Gerät musste die Kirchheimer Feuerwehr am Sonntagmittag die Gräben entlang der B 454 zwischen Kirchheim und Heddersdorf säubern. Foto: Löwenberger.

Rotenburg/Kirchheim. Erneut haben heftige Unwetter am Samstagnachmittag auch in Rotenburg und im Mündersbachtal zu Überschwemmungen geführt. Erst am Vortag hatte das Wasser hier Straßen und Grundstücke überspült und Keller volllaufen lassen. Am Samstag traf es die Menschen noch heftiger.

In Atzelrode, Wüstefeld und Mündershausen überschwemmte das Wasser die Straßen, Autos standen im Wasser, Keller liefen voll. Auf dem Grundstück des Anwesens Holzhauer im Unterdorf von Mündershausen beispielsweise, das normalerweise vom Mündersbach unterquert wird, stieg das Wasser vor der Scheune auf Kniehöhe an, wie Tino Knierim-Prinz von der Rotenburger Feuerwehr berichtete. Die Landstraße war zeitweise unpassierbar.

Menschen, die mit viel Arbeit die Schäden des Vortages beseitigt und Grundstücke von Schlamm befreit hatten, mussten zusehen, wie der über die Ufer tretende Mündersbach wieder ihre Grundstücke unter Wasser setzte.

An der Straße zwischen Wüstefeld und Atzelrode rutschte der Hang ab. An seiner Mündung in die Fulda spülte der Mündersbach das Ufer fort. Die Keller mehrerer Rotenburger am Ortsausgang Richtung Mündershausen gelegener Wohnhäuser liefen voll. Alle Feuerwehren aus der Kernstadt und den Ortsteilen waren im Einsatz, außerdem das Technische Hilfswerk.

Flutgräben voll

Zu einem Unwettereinsatz wurde auch die Feuerwehr Kirchheim am Sonntagmittag alarmiert. Auf der Bundesstraße 454 zwischen Kirchheim und Heddersdorf waren unterhalb des Schützenhauses sämtliche Flutgräben entlang der Straße bis zum oberen Rand mit Erde gefüllt, die von den angrenzenden Äckern angespült worden war. Bereits am Samstagnachmittag waren die Feuerwehren hier im Einsatz, als während des schweren Gewitters die Fahrbahn überflutet wurde.

Gut eine Stunde hatte die Einsatzgruppe Aulatal zu tun, um – teilweise mit schwerem Gerät – die Gräben einigermaßen zu säubern. Während der Aufräumarbeiten wurde die Bundesstraße kurzzeitig voll gesperrt, später konnte der Verkehr einspurig an der Einsatzstelle vorbei geleitet werden. (zmy/lö)

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