Anrufer wollte 10.000 Euro für verletztes Kind

Erneut Schockanrufe in russischer Sprache

Bad Hersfeld. Immer mit der gleichen Masche haben Schockanrufer am Montag in Bad Hersfeld und Hünfeld Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion angerufen. Gegen 9 Uhr meldete sich ein vermeintlicher Anwalt bei einer Frau in Bad Hersfeld. Er erzählte ihr, ihr Sohn habe angeblich bei einem Verkehrsunfall ein Kind angefahren, das nun operiert werden müsse. Dafür benötige man sofort 10 000 Euro, dann würde auch die Polizei außen vor bleiben.

Der Frau kam dieser Anruf seltsam vor und sie erinnerte sich an die Warnungen der Polizei in den vergangenen Wochen. Sie rief sofort ihren Bruder an und der verständigte die Kriminalpolizei in Bad Hersfeld. So konnte nach Angaben der Polizei finanzieller Schaden vermieden werden.

Mehr Erfolg hatte der Schockanrufer mit seiner Geschichte in Hünfeld. Dort waren zwei angerufene Männer bereit zu zahlen. Eine dritte Angerufene wurde misstrauisch, sodass der Anrufer das Gespräch beendete.

Bei dem Geldabholer, der noch während des Telefonats an der Tür klingelte, handelt es sich offenbar um dieselbe Person, einen jungen Mann im Alter von 17 bis 20 Jahren, schlank mit Brille und mittellangen, hellen Haaren. Er trug Jeans, ein Hemd, einen Pullover mit Kapuze und eine glänzende Jacke. (zac)

Die Polizei rät dringend: Wenn Sie einen solchen Anruf erhalten, gehen Sie nicht auf die Forderungen ein, prägen Sie sich jedoch Stimme und sprachliche Besonderheiten des Anrufer ein. Notieren sie die angezeigte Telefonnummer, sie beginnt meistens mit der Vorwahl für Litauen 00370. Wenden Sie sich unverzüglich über den Notruf 110 an de Polizei.

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