Im Kreis wächst die Zahl der Anlagen rasant – Fotovoltaik vorn

Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch

Hersfeld-Rotenburg. Die erneuerbaren Energien im Kreis Hersfeld-Rotenburg wachsen rasant: Insgesamt gibt es im Bereich der Eon Mitte und der Stadtwerke Bebra und Bad Hersfeld zurzeit rund 3230 Anlagen, die Strom aus der Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie gewinnen. Allein 763 Anlagen sind im vergangenen Jahr 2011 neu hinzugekommen.

Die Zahl der ans Netz angeschlossenen erneuerbaren Energien (EEG) bewege sich im Landkreis auf hohem Niveau, erklärten jetzt Michael Wissemann und Kurt Stang von der Eon Mitte und Herbert Höttl als Geschäftsführer der Stadtwerke Bebra bei einem Ortstermin an der Biogasanlage der Familie Taube in Blankenheim. Die meisten neuen Anlagen sind allerdings Fotovoltaikanlagen.

Allein die Eon hat im Jahr 2011 rund 630 neue Anlagen zur Stromerzeugung im Kreis installiert – überwiegend aus Sonnenenergie. Schon im Jahr zuvor waren mehr als 80 Millionen Kilowattstunden (kWh) umweltfreundlicher Strom über die „Kleinkraftwerke“ eingespeist worden, erklärte Wissemann. Zahlen für 2011 gibt es noch nicht, aber die rund 2100 Anlagen versorgten im Vorjahr schon knapp 23 000 Haushalte mit Strom – bei einem Durchschnittsverbrauch von 3500 kWh pro Jahr.

Die Eon hat auch die Kommunen im Landkreis verglichen. Danach liegen, was die installierte Leistung der 2011 von Eon Mitte ans Netz genommenen Fotovoltaik- und Biomasseanlagen betrifft, die Stadt Rotenburg mit 2460 Kilowatt, die Gemeinde Alheim (1890 kW) und Breitenbach am Herzberg (1750) auf den vorderen Plätzen. Gemessen an der Einwohnerzahl erreicht Breitenbach/H. sogar das beste Ergebnis bei nur 1830 Einwohnern, gefolgt von Alheim und Haunetal. Die zunehmende Stromerzeugung vor Ort stelle Netzbetreiber vor große Herausforderungen, betonte Wissemann. SEITE 2

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Kommentare