Klinikum hat Anwalt für Bearbeitung eingesetzt – Auswertung der Unterlagen sehr zeitintensiv

Ermittlungen gegen Ködding dauern an

Bad Hersfeld. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt kann nicht absehen, wie lange sich die Ermittlungen gegen den Geschäftsführer des Klinikums Bad Hersfeld noch hinziehen. Seit März steht der Vorwurf des Abrechnungsbetrugs gegen Martin Ködding im Raum.

Die sichergestellten Daten werden noch immer ausgewertet. Das übernimmt laut Oberstaatsanwalt Alexander Badle ein Sachverständiger für Medizincontrolling. „Insbesondere die Begutachtung der umfangreichen Unterlagen ist erfahrungsgemäß sehr arbeits- und somit zeitintensiv“, erklärt Badle unserer Zeitung.

Er könne nicht abschätzen, wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden. Das hänge von Faktoren wie der Vollständigkeit und Detailtiefe der sichergestellten Unterlagen ab, auf die die Staatsanwaltschaft keinen Einfluss habe.

Erst kürzlich hat das Klinikum wieder Daten an die Staatsanwaltschaft geliefert, erklärte Geschäftsführer Martin Ködding. Mit dieser Aufgabe habe das Krankenhaus einen externen Rechtsanwalt als neutrale Stelle betraut, damit die unter Verdacht stehende Geschäftsführung nichts damit zu tun hat. Der Verdacht, dass Behandlungen nicht korrekt mit den Krankenkassen abgerechnet wurden, richtet sich nicht gegen die Krankenhausgesellschaft, sondern gegen Ködding, der letztlich für alle Geschäftsvorgänge verantwortlich ist. (mcj)

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