Großanlagen für Umweltschutz – Rohstoff für mehrere Jahrzehnte

K+S erkundet neue Kali-Lagerstätten

Philippsthal. K+S hat die Krise überwunden. 100 neue Jobs sollen in den kommenden Monaten entstehen. Millionenschwere Investitionen sind geplant. „Wir stellen wieder ein“, sagt Dr. Rainer Gerling, der gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Euler das Werk Werra der K+S Kali GmbH leitet. Von Kurzarbeit, ausgelöst durch den Nachfrage-Einbruch bei Kali-Dünger auf dem internationalen Markt im vergangenen Jahr, ist inzwischen keine Rede mehr.

Unabhängig von der deutlichen Erholung des Kalimarkts laufen die Planungsarbeiten für die Umsetzung des Maßnahmenpakets, mit dem die Menge des salzhaltigen Abwassers aus den Werken an der Werra bis 2015 halbiert und der Chloridwert des Flusswassers um 30 Prozent gesenkt werden soll. Für veranschlagte 360 Millionen Euro sollen mehrere verfahrenstechnische Großanlagen entstehen, so eine Tiefkühlung für Salzlösungen am Standort Hattorf und eine Eindampfanlage auf Wintershall.

Unter dem Dach der Werkszentrale an der Hattorfer Straße in Röhrigshof hat ein 25-köpfiges Entwickler-Team neue Büros bezogen. Hier werden die künftigen Großprojekte geplant.

Einen wirtschaftlichen Sinn machen die Umweltinvestitionen allerdings nur, wenn auch langfristig weiter Kali gefördert und verarbeitet werden kann. Deshalb erkunden zurzeit 18 Bergleute das sogenannte Feld Marbach, in das sich der Grubenbetrieb Hattorf/Wintershall in südlicher Richtung ausdehnen soll. Die Rohsalzvorräte dort sollen für weitere 30 bis 40 Jahre reichen.

Der neue Container-Terminal der Kali-Transportgesellschaft in Röhrigshof hat mittlerweile seinen Probetrieb aufgenommen. Zwar steht der Bahnhof mit direkter Anbindung zum Hamburger Hafen allen Kunden aus der Region offen, die Grundauslastung soll aber durch die Kaliproduktion vor Orts sichergestellt werden. Zum Tage

Lokalseite 2/Wirtschaft

Von Peter Lenz

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