Sabine Seifert ist sehbehindert und arbeitet nun als Masseurin im Klinikum

Erfolgreich mit Handicap

Massage gegen „Büro-Verspannungen“: Unter den aufmerksamen Blicken von (hinten von links) Udo Hollstein, Reha-Fachberater im Landratsamt, Werner Berg, Personalchef Klinikum Bad Hersfeld, und Beate Zeller, leitende Physiotherapeutin, überzeugte sich Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz (liegend) von Sabine Seiferts guter Arbeit. Foto: nh

Bad Hersfeld. „Es sind Erfolgsgeschichten wie diese, die Mut machen“ – so fasste Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz eine Entwicklung zusammen, die für eine sehbehinderte Frau aus der Arbeitslosigkeit heraus zu einem Arbeitsplatz führte. Sabine Seifert ist stark sehbehindert, ausgebildete Masseurin und alleinerziehende Mutter. Sie wird vom Landkreis begleitet, der sie zusammen mit dem Integrationsfachdienst 2011 für ein Praktikum in das Klinikum Bad Hersfeld vermittelte.

Mehrjähriger Vertrag

Patienten und Klinikum waren mit der Arbeit der Praktikantin so zufrieden, dass sie nach einer geförderten Probebeschäftigung 2011 nun einen mehrjährigen Teilzeit-Arbeitsvertrag erhielt. Erste Kreisbeigeordnete Künholz überzeugte sich kürzlich selbst von der ausgezeichneten Arbeit der Masseurin: Zumindest für ein Foto ließ die Sozialdezernentin ihre „Büro-Verspannungen“ bearbeiten.

Dabei lobte sie auch die Bemühungen der Kommunalen Vermittlung in Arbeit, welche zuletzt immer wieder Wirkung zeigten: Von den 204 betreuten Kunden konnte 2011 bei insgesamt 71 Personen die Hilfebedürftigkeit beendet werden; 42 wurden in den ersten Arbeitsmarkt integriert, so dass sie ganz oder teilweise aus den Leistungen des Sozialgesetzbuches herauskamen. Das Klinikum ist dabei ein wichtiger Partner, der in den zurückliegenden Jahren schon mehrfach Langzeitarbeitslose eingestellt hat. (red)

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