Besucherzahlen sind in diesem Jahr erheblich gestiegen

Erfolg der Oper

Eindrucksvolle Chöre: Zu Beginn der Oper „Nabucco“ von Giuseppe Verdi flehen die Hebräer zu Jehova, sie vor den angreifenden Babyloniern unter ihrem größenwahnsinnigen König zu schützen. Foto: Heinemann

HERSFELD-ROTENBURG. Nach Abschluss der Opernsaison mit der letzten Aufführung von Verdis „Nabucco“ am Mittwochabend hat der künstlerische Direktor, Professor Siegfried Heinrich, die Spielzeit 2010 als großartigen künstlerischen Erfolg gewertet. Das hohe Niveau der Aufführungen hätten ihm auch Intendanten namhafter auswärtiger Bühnen bestätigt.

Exakte Angaben liegen noch nicht vor, aber die Zahl der Besucher sei gegenüber dem wirtschaftlich enttäuschenden vorigen Jahr um etwa 2500 gestiegen, und die Auslastung liege bei etwa 70 bis 75 Prozent. Ein Defizit sei dank der gestiegenen Besucherzahlen und der Spendenbereitschaft der Sponsoren nicht zu erwarten. Heinrich wies darauf hin, dass die Zuschüsse der öffentlichen Hand hier bei 15 Prozent und die Einnahmen aus Kartenverkauf und Zuwendungen von Sponsoren bei 85 Prozent lägen. Bei anderen Theatern und Opernhäusern betrage das Verhältnis 30 bis 40 zu 60 bis 70 Prozent. Für die Konzerte gebe es seit der Wiedervereinigung weder vom Bund noch vom Land Zuschüsse.

Auf die Spielzeit 2011 angesprochen, sagte Heinrich, dass die Aufführung der Opern „Der Barbier von Sevilla“ von Gioacchino Rossini und „Die verkaufte Braut“ von Friedrich Smetana gesichert sei.

Von Zuschuss abhängig

Ob, wie geplant, auch „Die Krönung der Poppäa“ von Claudio Monteverdi in den Spielplan aufgenommen werden könne, hänge davon ab, ob die Stadt Bad Hersfeld den ursprünglich für 2009 vorgesehen Zuschuss von 65 000 Euro auch für das nächste Jahr gewähren werde.

Als Orchester werden wieder die Virtuosi Brunensis kommen. In die musikalische Leitung der Opern möchte sich Heinrich gern erneut mit dem bewährten Ekkehard Klemm teilen; die Verhandlungen mit ihm liefen.

Vorverkauf ab 1. Oktober

Der Vorverkauf für 2011 soll am 1. Oktober beginnen. Heinrich dankte den Künstlern, die oft trotz Regens unbeeindruckt weitergespielt und -gesungen hätten. Nur die Vorstellung der „Zauberflöte“ am 18. August habe wegen des Wolkenbruchs abgebrochen werden müssen. Sein Dank galt auch den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die eine erfolgreiche Arbeit nicht möglich wäre. (E. H.)

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