Deutsche aus Russland setzen bei Tag der Heimat auf Tradition und Integration

Erbe erhalten, Zukunft gestalten

Der Chor „Rjabinuschki“ unter der Leitung von Nelly Neufeld gestaltete den musikalischen Rahmen des „Tags der Heimat“. Ehrengäste waren unter anderem die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz (Mitte) und der Rotenburger Bürgermeister Christian Grünwald (rechts) Foto: privat

Bad Hersfeld. Zum „Tag der Heimat“ hatten der Bund der Vertriebenen der Stadt Rotenburg unter der Leitung von Nelly Neufeld und die Kreisgruppe Bad Hersfeld-Rotenburg der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland unter der Leitung von Eva Scharf ins Bürgerhaus Hohe Luft in Bad Hersfeld eingeladen.

Der „Tag der Heimat“ ist eine integrative kulturelle Veranstaltung, die jedes Jahr an alle Opfer der Welt gedenkt, die aus Gründen der Volks- oder der Religionszugehörigkeit verfolgt, vertrieben oder getötet wurden und werden. „Die Geschichte der Deutschen aus Russland gehört zur gemeinsamen deutschen Geschichte“, machte Eva Scharf deutlich.

Wurzeln kennen

Das Motto der Veranstaltung in diesem Jahr war „Erbe erhalten, Zukunft gestalten“. „Die Geschichte und das kulturelle Erbe unserer Volksgruppe sollen erhalten und an die jüngere Generation vermittelt werden. Nur wer seine Vergangenheit und seine Wurzeln kennt, hat die Fähigkeit, eine Zukunft zu gestalten“, betonte Scharf.

Sie freute sich sehr, dass die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz und der Bürgermeister der Stadt Rotenburg Christian Grunwald die Einladung angenommen und Grußworte gesprochen haben.

Der Schauspieler Peter Warkentin hat die Geschichte und Kultur der Deutschen aus Russland durch das Theaterstück „Der weite Weg zurück“ mit Humoresken, Schwänken im wolgadeutschen Dialekt und Liedern in unterhaltsamer Form dem Publikum dargestellt.

Die Veranstaltung wurde vom Chor „Rjabinuschki“ unter der Leitung von Nelly Neufeld mit den Liedern der Deutschen aus Russland über ihr Schicksal in deutscher Sprache umrahmt.

Die Deutschen aus Russland laden jedes Mal alle Bewohner des Landkreises zu ihrer Veranstaltung ein, um Gelegenheit zu geben, sich besser kennen zu lernen, gegenseitige Vorurteile abzubauen und miteinander zu reden statt übereinander. (red/zac)

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