Auch Heringen ist dabei / Gesellschaft heißt EAM

E.on gibt Gemeinden Geld für Klimaschutz

Hersfeld-Rotenburg. Der Stromkonzern Eon hat eine gemeinnützige Gesellschaft gegründet, die Gemeinden Geld für Klimaschutzprojekte zur Verfügung stellt. Die Gesellschaft heißt EAM, das steht für Energieeffizienz Aktiv gestalten. Mit dabei aus unserem Kreis ist Heringen.

Bei einer Versammlung in Borken unterzeichneten die Bürgermeister von Borken, Gilserberg, Neuental, Schrecksbach, Schwalmstadt, Schwarzenborn (alle Schwalm-Eder) ein Bürgermeister aus dem Kreis Höxter und Heringens Bürgermeister Hans Ries als Gesellschafter eine Erklärung.

Die Eon gibt Geld in die Gesellschaft, und zwar je nach Einwohnerzahl. Bedingung für den Beitritt zur EAM ist, dass die Gemeinde einen Konzessionsvertrag mit der Eon hat. Diese Verträge regeln, dass Energieversorger gemeindliche Straßen für ihre Strom- beziehungsweise Gasleitungen nutzen dürfen.

Henrich Wilckens, Vorstandsvorsitzender von Eon Mitte, räumte ein, dass die EAM auch dazu diene, die Gemeinden zu umwerben. Eon zahlt pro Einwohner in einem Stromversorgungsgebiet einen Euro pro Jahr in den Topf, bei Gasgebieten sind es 20 Cent.

Die Gemeinden haben als Gesellschafter der EAM einen Stimmrechtsanteil von 84 Prozent, sie entscheiden, welche Projekte unterstützt werden. Das werden meist Gutachten sein, etwa zum energetischen Umbau eines Hauses. (ode) LOKALSEITE 9

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