Unterbringung entsprach den Gesetzen

Enten-Laster: Keine Tierschutz-Verstöße

Neuenstein. Die Unterbringung von rund 4700 Enten auf einem Transporter, der in der Nacht zum Mittwoch auf der A 7 bei Neuenstein umgekippt und in Brand geraten ist, war zulässig.

Wie Landkreis-Sprecher Michael Adam auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, habe der Amtsveterinär vor Ort keine Verstöße festgestellt. Abhängig von Gewicht und Alter schreibt die Tierschutztransportverordnung zwischen 105 und 200 Quadratzentimeter Fläche pro Kilogramm Lebendgewicht sowie eine Behältnishöhe zwischen 23 und 40 Zentimetern vor. Die Transportboxen seien für neun Enten zugelassen, aber nur mit acht besetzt gewesen, erläutert Adam. Mehrere Tiere waren entkommen und wieder eingefangen worden. 24 dieser Enten wurden verletzt und mussten durch den Tierarzt vor Ort getötet worden.

Weitere Tiere waren in den im umgekippten Lkw senkrecht stehenden Transportboxen von ihren Artgenossen erdrückt worden. Wie viele genau, sei unklar, weil diese erst am Zielort entladen wurden. Lebende und tote Enten sind laut Adam mit einem Ersatzfahrzeug zu ihrem Ziel, einer Schlachterei nahe Erlangen, gebracht worden. Ob die überlebenden Tiere wegen der starken Raucheinwirkung noch für die Lebensmittel-Produktion genutzt werden können, ist bisher nicht bekannt. Der Schlachthof-Betreiber war am Freitag nicht erreichbar. (red/jce)

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