Absprache-Ausfälle in Höhe von 995.000 Euro

Festspiel-Streit: Ensemble droht mit Klage

Bad Hersfeld. Obwohl der Magistrat die umstrittene Kündigung von Festspiel-Intendant Holk Freytag aufrecht erhält, geht das Ensemble davon aus, dass die mit Freytag vereinbarten „vorvertraglichen Absprachen“ weiterhin Gültigkeit haben.

„Sollte dem widersprochen werden, sehen wir uns aber durch den Wegfall unserer eingeplanten Einkünfte gravierend existentiell bedroht“, heißt es in einer Pressemitteilung des Ensembles. Die Akteure wären dann gezwungen, die „getätigten Absprachen“ für die Spielzeiten 2015 und 2016 einzuklagen. Fachleute für Bühnen- und Arbeitsrecht hätten die Höhe der Ansprüche auf etwa 995 000 Euro geschätzt. Geltend gemacht werden Ausfälle an Gagen und Honoraren aber auch für Rechte von Verlagen und Autoren.

Die „katastrophale Vertragssituation“ für die Spielzeit 2014, in der schriftliche Verträge mit künstlerischen Mitarbeitern erst nach Verabschiedung des Hersfelder Haushalts im Februar/März 2014 geschlossen werden durften, habe Bürgermeister Thomas Fehling zu verantworten. Die dadurch verursachte “Hängepartie“ löse bei freiberuflichen Künstlern Existenzängste aus. Es sei nur Holk Freytag zu verdanken, dass durch seine vertrauensbildenden Maßnahmen ein Ensemble 2014 zustandekam. (kai)

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