Frauke Hasheider berät Verbraucher in Bad Hersfeld – Experten informieren vor Ort

Energiefressern auf der Spur

Frauke Hasheider, neue Energieberaterin der Verbaucherzentrale, Hans-Werner Ernst und Dr. Elisabeth Benecke, Energiereferentin der Verbaucherzentrale Hessen (von links). Foto: nh

Bad Hersfeld. Mit Beginn des Neuen Jahres hat der langjährige Energieberater Hans-Werner Ernst sein Engagement für die Verbraucherzentrale Bad Hersfeld im Energiestützpunkt Bad Hersfeld beendet. Seine Nachfolgerin ist Diplom-Ingenieurin Frauke Hasheider. Die freiberufliche Gebäudeenergieberaterin kommt aus Bad Hersfeld und wird künftig die Bürger in und um Bad Hersfeld beraten.

Verabschiedet und begrüßt worden waren die beiden von Dr. Elisabeth Benecke, Energiereferentin der Verbaucherzentrale Hessen. Die Kreisstadt Bad Hersfeld ermöglicht dem Energiestützpunkt der Verbraucherzentrale Hessen die Energieberatung im E-Punkt, Klaustor 3 kostenfrei. In 2012 sei der Energiestützpunkt ganzjährig gut angenommen, heißt es.

100 stationäre Beratungen

Mit fast 100 stationären Beratungen über 45 Minuten, sechs Fallmanagements vor Ort, also am eigenen Haus, sowie über 100 Energieberatungen im Rahmen der Bad Hersfelder Energie- und Klimatage erfahre die produkt- und anbieterneutrale Beratung eine sehr hohe Nachfrage.

Die Beratung erstreckt sich von der Stromsparberatung über den baulichen Wärmeschutz oder der Verbesserung der Haustechnik bis hin zum Einsatz von Photovoltaikanlagen. Weiterhin beraten die Experten zu entsprechenden Fördermitteln.

Die Energieberatung findet jeden Donnerstag in der Zeit von 15.30 bis 18.00 Uhr statt. Termine können über die Stadt Bad Hersfeld unter Telefon 06621/16617 vereinbart werden.

Mit dem personellen Neustart startet die Verbraucherzentrale auch neue Projekte: den Energie-Check, den Gebäude-Check und den Brennwert-Check. Diese sollen Verbrauchern die Möglichkeit geben, sich einen Überblick über den eigenen Energieverbrauch und Einsparmöglichkeiten zu verschaffen, ehe sie sich für eine bestimmte Maßnahme entscheiden. Dazu kommt ein Energieberater zum Verbraucher nach Hause und nimmt die Energiesituation mit ihm gemeinsam in Augenschein. Zusammen beurteilen sie den Energieverbrauch sowie mögliche Einsparpotenziale und identifizieren die wichtigsten Stellschrauben für eine Senkung des Verbrauchs. Anschließend erhält der Ratsuchende ein Protokoll mit Handlungsempfehlungen. Folgende Angebote stehen zur Auswahl:

• 1. Basis-Check: Gefördert wird die Prüfung des Strom- und Heizenergieverbrauchs. Dazu wird von einem Energieberater eine Bestandsaufnahme der Stromverbraucher in der Wohnung vorgenommen, der Strom- und Heizenergieverbrauch beurteilt und wichtige Stellschrauben für Einsparungen identifiziert. Der Eigenanteil der Beratungskosten beträgt zehn Euro.

• 2. Gebäude-Check: Der Gebäude-Check beinhaltet einen Basis-Check sowie die energetische Überprüfung des Gebäudes. Es wird auch geprüft, ob der Einsatz erneuerbarer Energien prinzipiell möglich und sinnvoll ist. Der Eigenanteil beträgt 20 Euro. Einkommensschwache Haushalte erhalten den Basis-Check oder den Gebäude-Check kostenfrei.

• 3. Brennwert-Check: Der Brennwert-Check ist für Betreiber von Brennwertkesseln gedacht, die wissen wollen, ob ihr Gerät optimal arbeitet. Brennwertkessel sind heute Stand der Technik. Sie nutzen die Wärme im Wasserdampf der Abgase und erzielen damit höhere Wirkungsgrade, als beispielsweise Niedertemperaturkessel. Ob man einen Brennwertkessel hat, lässt sich folgenden Unterlagen entnehmen: Schornsteinfegerprotokoll, Typenschild des Heizkessels, Gebrauchsanweisung. Achtung: Der Brennwert-Check kann nur in der Heizperiode durchgeführt werden. (red/nm)

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