Der Endspurt zum Fest

Kai A.

Na, sind Sie schon in Weihnachtsstimmung oder eher im Weihnachtsstress? Die letzten Tage vor dem Fest sind ja meist weniger besinnlich, sondern eher anstrengend. Das gilt wohl auch für unsere Stadtoberen, denen es offenbar auf den letzten Metern gelungen ist, den Festspielstreit zu schlichten und sich auf einen finanziellen Kompromiss zu einigen. Das ist auch gut so, denn eine weitere Eskalation der Auseinandersetzung kann keiner der Beteiligten wollen. Trotz der Querelen um die Festspiele läuft der Vorverkauf gut an und liegt bereits über dem Vorjahresniveau. Auch das sind gute Nachrichten zum Fest. Und wenn Sie noch ein Last-Minute-Geschenk für Ihre Lieben suchen: Festspielkarten machen immer Freude – und beim Verpacken muss man sich auch nicht so abmühen: Ein schöner Briefumschlag reicht.

Die Verpackung macht’s. Das gilt für Geschenke, aber auch für das Stadtbild. Bad Hersfeld ist eine schöne Stadt und kommt gleichsam mit einer großen, roten Schleife daher – das habe ich schon immer gesagt, seit ich hier bin. Aber schon immer habe ich mich auch über die „abgeranzte“ Straße Ransen gewundert. Nur einen Steinwurf von Stadtkirche, Rathaus und Fußgängerzone entfernt, gammelt die kleine Gasse nun schon seit Jahren vor sich hin. Als ich dort neulich für einen Zeitungsbericht fotografieren wollte, musste ich eine halbe Ewigkeit auf einen Fußgänger im Ransen warten, denn offenbar will dort keiner durch. Kein Wunder, nur eine Straßenlaterne gibt es dort. Dabei kann es doch nicht so schwer sein, für etwas mehr Licht, Sauberkeit und Ordnung zu sorgen. Vielleicht erreicht der fromme Wunsch der Anlieger nicht nur den Weihnachtsmann, sondern auch die dafür Verantwortlichen. Mehr Licht – wer will das nicht, gerade in der dunklen Jahreszeit.

Wenig weihnachtlich sieht es derzeit in unserem alten Verlagshaus in der Gutenbergstraße aus. Überall stehen Umzugskartons, die Mülleimer quellen über, leere Regale in den Büros, die Luft ist Staub geschwängert. Unser Umzug steht bevor – das ist zusätzlicher Stress für alle in der Weihnachtszeit. Dafür wird im Neubau mit Hochdruck gearbeitet. Aber bald ist es geschafft.

Ich verabschiede mich jetzt in den Weihnachtsurlaub und wünschen Ihnen ein frohes und friedvolles Fest im Kreise Ihrer Lieben.

Wir sehen uns im neuen Jahr am neuen Ort: Am Benno-Schilde-Platz Nr. 2.

Kommentare