Laubenpieper bringen grüne Oasen nach Winter auf Vordermann

Endlich im Garten

Ursula Fischer und Peter Höppner in ihrem Kleingarten. Foto: Hahn

Bad Hersfeld. Die Kleingartenanlage Bad Hersfeld ist nach Monaten der winterlichen Tristesse wieder vom Zwitschern der Vögel erfüllt, der Wind weht leicht aus Richtung der Fuldaaue. Die Natur erwacht wieder zu neuem Leben, und auch die Gartenbesitzer warten schon ungeduldig auf wärmere Zeiten und rüsten sich für die kommende Arbeit.

Lothar Hoch aus Bad Hersfeld beseitigt dieser Tage die Schäden, die der Winter und die zahlreichen Stürme in seinem Kleingarten beim Bootshaus hinterlassen haben. „Das Dach meiner Laube hat dem Sturm nicht Stand gehalten und muss erneuert werden“, sagt Hoch. Auch die Wiesenfläche ist durch Maulwurfhügel und Moosbewuchs in Mitleidenschaft gezogen.

Doch den Spaß an der Arbeit in der Natur lässt sich Lothar Hoch nicht nehmen: „Ich bin froh, dass der Winter so gut wie vorbei ist. Ich habe zwar jetzt viel zu tun, um alles zu reparieren, aber auf die Gartenarbeit habe ich mich schon lange gefreut.“

Im Freien arbeiten

Auch Ursula Fischer und Peter Höppner genießen die ersten Sonnenstrahlen in ihrer grünen Idylle. Sie sind Mitglieder im Kleingartenverein Unterau in Bad Hersfeld. „Wir freuen uns auf die Hauptgartensaison, die ja immer um Ostern beginnt, dann können wir wieder in der Natur sein und im Freien arbeiten“, sagt Peter Höppner. Ursula Fischer ergänzt, dass auch der soziale Austausch mit anderen Kleingartenbesitzern sehr wichtig ist. Zunächst muss jedoch ihr Erholungsraum wieder in Ordnung gebracht werden.

Einen kleinen Baum haben sie bereits voller Vorfreude auf die wärmeren Tage mit Ostereiern geschmückt. Bevor bald die ersten Vögel zu brüten beginnen, steht der Baum- und Strauchschnitt an. Der Rasen muss vertikutiert werden, und im Gewächshaus sollen in einigen Wochen schon wieder Tomaten, Gurken und Paprika wachsen.

Aber auch Ursula Fischer und Peter Höppner haben in ihrem Kleingarten Schäden zu beklagen. Ein Pavillon ist im Winter unter der Schneelast eingestürzt, und zusätzlich machen sich derzeit auch noch einige ungebetene Gäste über die Pflanzen in ihrem Garten her: „Überall sieht man kleine Hasen. Es ist eine wirkliche Plage, sie fressen alles kaputt.“

Doch die Gartenliebhaber lassen sich davon nicht unterkriegen, denn für sie ist die Arbeit in ihrem Reich eine Herzensangelegenheit, der sie ihre Zeit gerne opfern. „Das schöne Wetter macht natürlich großen Spaß und lädt auch zum Grillen und Feiern ein“, sagt Ursula Fischer mit einem Lächeln. Die Gartensaison ist also endlich eröffnet und die Naturliebhaber kommen wieder auf ihre Kosten.

Von Florian Hahn

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