Endlich ist er da, der...

Rita Cramer hat das Projekt „Hersfeld-Pass“ in der Stadtverwaltung mit großem Engagement betreut. Mit der Präsentation konnte sie die weiteren Aufgaben abgeben: Ausgestellt wird der Pass nämlich im Mehrgenerationenhaus Dippelmühle. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Die scheinbar unendliche Geschichte des Hersfeld-Passes ist nun doch noch zu einem guten Schluss gekommen: Im Stadtverordneten-Ausschuss für Soziales und Sport wurde jetzt nach jahrelangen Geburtswehen den Nachfolger der ungeliebten Sozial-Card präsentiert, der Menschen mit geringem Einkommen die Teilhabe am kulturellen Leben sowie an Sport- und Freizeitangeboten ermöglichen sollen. Eine Reihe weiterer Partner, wie etwa die Stadtwerke, bieten zusätzliche Vergünstigungen.

Ausgestellt wird der Pass ab sofort im Mehrgenerationenhaus Dippelmühle. Dort gibt es auch Anträge und den Flyer, der über alle Ermäßigungen informiert. Gut 2500 Hersfelder Haushalte kommen als Nutzer in Frage.

„Wir haben ein paar Schleifen gedreht“, räumte Bürgermeister Thomas Fehling ein, der zwischenzeitlich ganz andere Pläne mit dem Kärtchen hatte.

Die angedachte „Lullus-Card“ sollte nämlich nicht nur die Möglichkeiten der Sozialcard aufnehmen, sondern allen Hersfeldern als „Karte für alles“ mit den Funktionen einer Scheck-, Geld- und Einkaufskarte dienen.

Hintergedanke war hier auch, eine Bloßstellung der Nutzer zu vermeiden. Denn was im Hintergrund der „Lullus-Card“ verbucht worden wäre, das hätte man ja beim Vorlegen der Karte nicht erkennen können.

Doch die technischen und organisatorischen Hürden waren vorläufig noch zu hoch, so dass man sich erst einmal mit dem „Hersfeld-Pass“ begnügte. Der bietet nun bedeutend umfangreichere Leistungen als die Sozialcard.

Halber Grundpreis

Neu ist zum Beispiel, dass Familien mit Kindern oder Alleinerziehende von den Stadtwerken 50 Prozent Ermäßigung auf den Grundpreis für Strom erhalten. Hierfür hat der lokale Versorger 10 000 Euro bereitgestellt. Mit der Gewährung der Ermäßigung ist sogar eine Energieberatung verbunden, die weitere Einsparungen ermöglicht. Großes Lob gab’s vom Bürgermeister für Rita Cramer, die das Werden des „Hersfeld-Passes“ trotz aller Widrigkeiten mit großem Engagement vorangetrieben hat. Hintergrund

Von Karl Schönholtz

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