Steigende kommunale Steuern und Gebühren belasten Verbraucher und Unternehmen

Am Ende zahlen alle mehr

Bad Hersfeld. Die Grundsteuern rauf, die Gewerbesteuer auch, dazu höhere Kindergartengebühren und Schwimmbadpreise. Von absehbaren Preisanhebungen für Strom, Gas und Wasser ganz zu schweigen. In Bad Hersfeld – aber auch in vielen anderen Kommunen – müssen Einwohner und Unternehmen in diesem Jahr mit erheblichen Mehrbelastungen rechnen, damit das Sieben-Millionen-Defizit im städtischen Haushalt eingedämmt werden kann und das Haushaltssicherungskonzept greift.

Die Kreisstadt erhofft sich allein bei Grund- und Gewerbesteuern Mehreinnahmen von knapp einer Million Euro. Was den Etat stützt, drückt jedoch den Einzelnen. Wurde die Grundsteuer B für ein durchschnittliches Einfamilienhaus bislang auf jährlich 230 Euro festgesetzt, so sind durch die Hebesatzerhöhung von 335 auf 395 Punkte nunmehr 271,19 Euro zu bezahlen. Das entspricht einer Verteuerung um 17,9 Prozent.

Weil die Eigentümer ihre Mehrkosten – wo möglich – weitergeben werden, müssen am langen Ende auch die Mieter mehr bezahlen. Allerdings: die Grundsteuer B wurde in Bad Hersfeld zuletzt 1992 angehoben.

Die letzte Erhöhung bei der Gewerbesteuer liegt fünf Jahre zurück. Die jetzt beschlossene Anhebung um zehn Punkte auf 395 entspricht einem Plus von 2,6 Prozent. So hat ein Betrieb, der bisher Vorauszahlungen in Höhe von 20 000 Euro leisten musste (endgültig abgerechnet wird bei dieser Steuerart erst nach Vorliegen des Messbescheides durch das Finanzamt), jetzt 20 520 Euro zu entrichten.  Hintergrund, das sagt

Von Karl Schönholtz

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