Streit um Sondersitzung des Kreistages

SPD empört über CDU-Vorwurf

Hersfeld-Rotenburg. Mit Empörung weist die SPD Hersfeld-Rotenburg den Vorwurf des CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Herbert Höttl zurück, die Sozialdemokraten wollten den Kreistag in einer Sondersitzung als Kundgebungsstätte gegen die CDU-geführte Bundes- sowie Landesregierung nutzen. SPD-Landtagsabgeordneter und Unterbezirkschef Torsten Warnecke fordert Höttl auf, lieber Zahlen zu liefern statt ungerechtfertigte Vorwürfe zu erheben.

Es geht dabei um die Kosten für den Bundeswehr-Standort Rotenburg. CDU-Bundestagsabgeordneter Helmut Heiderich hatte angedeutet, dass die Entscheidung zur Schließung der Alheimer-Kaserne möglicherweise auf falschen Zahlen über zu hohe Standortkosten beruhen könnte.

Wenn mit den falschen Zahlen gerechnet worden sei, dürfe die Alheimer-Kaserne auf keinen Fall geschlossen werden, fordert Warnecke. Die SPD habe die Sondersitzung des Kreistags beantragt, weil zum Zeitpunkt der Absage der regulär für diesen Termin geplanten Sitzung nicht bekannt gewesen sei, dass der Bundesverteidigungsminister den Bundeswehr-Standort Rotenburg komplett aufgeben will.

Es gehe bei der Kasernen-Schließung um ein Stück unserer Region, erklärt Warnecke. Der Protest gegen diese Entscheidung müsse eigentlich auch in der CDU unumstritten sein. (ach)

• Öffentliche Sondersitzung des Kreistags Hersfeld-Rotenburg am Mittwoch, 16. November, 17 Uhr, in der Aula der Modellschule Obersberg (Am Obersberg 25) in Bad Hersfeld. Versehentlich war in unserer gestrigen Ausgabe der 16. Oktober als Termin genannt worden; wir bitten um Entschuldigung.

Kommentare