Mathew James White war zu Gast im Buchcafé

Emotionsgeladene Songs übers Leben

Mathew James White gastierte im Buchcafé. Foto: Rödiger

BaD Hersfeld. Den Neuseeländer Mathew James White zog es schon im Alter von 18 Jahren ins australische Sydney, um seine Musik einem größeren Publikum nahe zu bringen. Später siedelte er für sechs Jahre nach London um. Dort schrieb er Songs mit einigen bekannten Größen der internationalen Musikszene wie etwa dem Songwriter und Hitproduzenten Alex von Soos.

Seit einigen Jahren ist seine neue Wahlheimat die deutsche Hauptstadt Berlin. Von dort aus erkundet er nun als Reisender in Sachen Livemusik Deutschlands Liveklubs und Festivals, aber auch Einkaufszentren und Fussgängerzonen. Jetzt zog es ihn zum vierten Mal auf die Bad Hersfelder Livebühne im Buchcafé.

An Songmaterial mangelt es dem sympathischen Vollblutmusiker nicht. Alleine auf seinen Studio-CDs hat Mathew James White solo und mit seiner Band „MPATH“ inzwischen über 45 Songs veröffentlicht. Das zeugt von der Kreativität und Vielseitigkeit dieses Künstlers, denn seine vielen Kompositionen gleichen sich musikalisch erfreulich wenig.

Auch in seinen Songtexten gibt es keine einseitigen Thematiken. Mit viel Wortwitz beobachtet Mathew James White seine Freunde, Nachbarn und Mitmenschen und reflektiert deren Umgangsformen und Sozialverhalten. Natürlich ist auch er selbst Objekt dieser Betrachtungen. In dem Lied „Hollywood end“ etwa singt er „my life is an open book“ und legt dann Teile seines Seelenlebens bereitwillig offen dar. Oft philosophiert er in seinen Songs aber auch einfach nur über Freundschaft und Liebe.

Mit seiner fesselnden, leicht rauhen Gesangsstimme und seinem excellenten Gitarrenspiel kreiert Mathew James White emotionsgeladene Songs, die einfach erstklassig sind.

Die Lieder des Berliner Songpoeten kamen beim Bad Hersfelder Publikum sehr gut an. Für jedes Lied des gebürtigen Neuseeländers gab es lautstarken Applaus und selbstverständlich erfüllte Mathew James White am Ende des Konzerts die vielfachen Wünsche nach Zugaben prompt.

Von Werner Rödiger

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