Europameisterschaft soll Umsatzplus bringen – Einzelhandel meldet schon jetzt Mehreinnahmen

EM-Umsatz? Gastronomen im Kreis hoffen

Der Einzelhandel freut sich vor der EM über eine starke Fan-Artikel-Nachfrage: Auch die HZ-Mitarbeiter (von links) Christin Hanisch, Philip Streck und Kristina Marth decken sich ein. Foto: Wenzel

Hersfeld-Rotenburg. Das Warten der Fußball-Fans hat ein Ende, die Europameisterschaft steht vor der Tür. Morgen steigt das Eröffnungsspiel des vom 8. Juni bis zum 1. Juli in Polen und der Ukraine ausgetragenen Turniers. Nicht nur glühende Sportanhänger wünschen sich dabei ein gutes Abschneiden der Nationalelf. Auch Gastronomie und Einzelhandel hoffen auf einen langen Turnierverbleib der Deutschen.

Natürlich erhofften sich die Gastronomen im Kreis etwas von der EM, meint Hanns-Karl Madelung, Kreisvorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands. Viele seiner Kollegen würden einen Fernseher aufstellen und zum Public Viewing einladen. Während der Weltmeisterschaft 2010 habe der ein oder andere Kollege so zusätzliche Umsätze generieren können, sagt Madelung.

Vor allem in Bad Hersfeld dürften die Kneipiers guter Dinge sein, dass das wieder so sein wird. Denn während in Bebra die „Biber Arena“ auf dem Mehrzweckplatz lockt und auch auf dem Rotenburger Marktplatz eine Leinwand steht, droht ihnen in der Kreisstadt keine konkurrierende Großveranstaltung. An öffentlichen Orten wie Jahnpark oder „wortreich“ werden die Fußballspiele in diesem Jahr nicht übertragen.

„So ein Public Viewing kostet 20 000 bis 30 000 Euro und das Geld haben wir einfach nicht im Haushalt“, erklärt Philipp Kaufmann, Geschäftsführer des Hersfelder Stadtmarketings. Zudem sei das Angebot der Hersfelder Gastronomen inzwischen ausgeprägter als noch vor zwei Jahren „Da wollen wir innerhalb des Vereins natürlich nicht als Wettbewerber auftreten.“

Auch für den Einzelhandel ist die EM ein Thema – zumindest für Sparten wie den Textil- oder Lebensmittelhandel, sagt Roman Degenhardt, stellvertretender Kreisvorsitzender im Eizelhandelsverband Hessen Nord. Natürlich sei kein Umsatzplus wie beispielsweise an Weihnachten zu spüren. „Aber eine Steigerung ist schon zu sehen.“ SEITE 2

Von Kristina Marth

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