Aber auch Kritik an „US-Wirtschaftsphilosophie“

Elke Künholz verteidigt Amazon

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Bad Hersfeld. Die Sozialdezernentin des Kreises, Elke Künholz, hat die Firma Amazon vor dem Hintergrund der Debatte um die dortigen Arbeitsbedingungen in Schutz genommen. In einem Positionspapier, das unserer Zeitung vorliegt, würdigt die SPD-Politikerin, dass Amazon als Arbeitgeber auch Menschen ohne Schulabschluss und Hartz-IV-Empfängern eine berufliche Chance gebe.

Sie lobt die Angebote für Alleinerziehende, wie etwa die spezielle Mütterschicht. Außerdem sei nur durch die großen Logistik-Unternehmen der Aufbau der entsprechenden dualen Studienangebote auf dem Schilde-Campus in Bad Hersfeld möglich geworden.

Künholz betont, dass gemeinsam mit der Agentur für Arbeit bereits viele enge und verbindliche Normen für die Beschäftigung bei Amazon geschaffen wurden. Dazu gehörten eine deutliche zeitliche Verringerung von Probearbeit und Praktika, aber auch die Nachqualifizierung von Bewerbern, deren Wiedereinstellung garantiert wurde. Künholz beklagt allerdings, dass „Amazon ein Unternehmen ist, das leider auch in Deutschland nach US-amerikanischen Wirtschafts-Philosophien geführt wird“. So würden Mitarbeiter gekündigt wenn sie länger erkrankt sind. Immerhin sei aber auch deren Wiedereinstellung möglich.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth warnt in einem HZ-Interview vor einem Boykott, mahnt aber auch soziale Reformen an. (kai) seite 2

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