54. Bad Hersfelder Festspielkonzerte eröffnen am 21. Juni mit Mendelssohn-Programm

Elias, Nixen und Ritter

Versiertes Orchester: Die 54. Bad Hersfelder Festspielkonzerte eröffnen am 21. Juni mit einem Mendelssohn-Programm. Es spielt das Orchester Sinfonia Silesia aus Kattowitz. Foto: nh

Bad Hersfeld. Der Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy ist in diesem Sommer in Nordhessen allgegenwärtig. Nachdem in Rotenburg bereits sein Oratorium „Paulus“ von der Kantorei der Stiftskirche Rotenburg unter Leitung von Eva Gerlach aufgeführt wurde, eröffnen die 54. Hersfelder Festspielkonzerte am Samstag, 21. Juni, um 16 Uhr in der Stiftsruine ebenfalls mit einem Mendelsohn-Programm. Nur einen Tag später am Sonntag, 22. Juni, singt dann ab 16 Uhr der Hersfelder Festspielchor am gleichen Ort ein weiteres großes Werk von Mendelsohn: sein zweites Oratorium, den „Elias“.

Als erstes ist aber ein Sinfoniekonzert mit Werken Mendelssohns zu hören und zwar seine Sinfonie in a-Moll, die „Schottische“. Außerdem werden die Ouvertüre zum „Märchen von der schönen Melusine“ und Musik zum Sommernachtstraum erklingen. Es spielt das Orchester Sinfonia Silesia aus Kattowitz. Die Leitung hat Siegfried Heinrich.

Musikalische Ansichtskarten

Sinfonien wie „musikalische Ansichtskarten“ brachte Felix Mendelssohn Bartholdy von seinen Reisen mit. Eine solche Ansichtskarte ist auch die „Schottische Sinfonie“, in der schottische Lieder und Tänze eingeflochten sind und die er Königin Viktoria widmete. Mendelssohns Ouvertüre zum „Märchen von der schönen Melusine“ erzählt die Geschichte einer schönen Nixe, die sich in den Ritter Raimund verliebt. Leider geht diese Liebe nicht gut aus; mittelalterliches Burgleben und die Welt der Wassergeister vertragen sich nur schlecht. Seit ihrer Uraufführung 1835 gehört diese Ouvertüre, die Mendelssohn nur schrieb, weil ihm diejenige zu Conradin Kreutzers Oper „Melusine“ nicht gefiel, zu den Höhepunkten romantischer Musik. Bereits mit 17 Jahren gelang dem Wunderkind sein erster großer kompositorischer Wurf: Die Konzertouvertüre zu Shakespeares „Sommernachtstraum“ war ein riesiger Erfolg, ebenso die von Humor übersprühende Bühnenmusik dazu. Sie wurde durch ihren Hochzeitsmarsch weltbekannt.

Die Sinfonia Silesia, ein 2004 gegründetes Festival-Orchester, besteht zum größten Teil aus Musikern des Nationalen Sinfonie-Orchesters des Polnischen Rundfunks und dessen Studenten der Akademie für Musik Kattowitz. Das Ensemble ist seit vielen Jahren Gast bei den Bad Hersfelder Festspielkonzerten und konzertiert unter anderem in Polen, Deutschland und Spanien. (red/zac)

Vorverkauf: Karten zu beiden Konzerten gibt es im Vorverkauf beim Arbeitskreis für Musik, Nachtigallenstraße 7, Bad Hersfeld, Telefon 06621/506713 oder 506718 und an der Tageskasse. Schüler und Studierende erhalten 50 Prozent Ermäßigung. Kurgäste und Gruppen ab 25 Personen erhalten zehn Prozent Ermäßigung.

www.oper-hersfeld.de

Kommentare