Episode IV seit Computervater Zuse

Elektronik aus Bad Hersfeld: Hypercom geht, Verifone kommt

Bad Hersfeld. Die noch verbliebenen 160 Mitarbeiter des  Unternehmes Hypercom in Bad Hersfeld bekommen einen neuen Eigentümer.

Die amerikanische VeriFone Systems Inc. übernimmt seinen Konkurrenten Hypercom Corp. mit Sitz in Phoenix, Arizona. Im Zuge der Transaktion sollen die Anteilseigner von Hypercom, das auf die Entwicklung und Vertrieb von Kartenterminals und elektronische Bezahlsystemen spezialisert ist, jeweils 0,23 –VeriFone-Aktien für einen Anteilsschein erhalten, was einem Wert von 7,32 Dollar je Aktie entspricht. Insgesamt hat die Übernahme ein Gesamtvolumen von 485 Millionen Dollar.

Durch die Akquisition will die Verifone, ebenfalls Anbieter von sicheren elektronischen Zahlungsmethoden, seine Marktposition in Schlüsselmärkten wie Europa und Nordamerika weiter ausbauen.

Die Übernahme, der die Vorstände beider Konzerne bereits in der vergangegen Woche zugestimmt haben, bedarf noch der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden und der Aktionäre. In der zweiten Jahreshälfte 2011 soll die eigentliche Transaktion vollzogen werden. Erst vor zwei Jahren hatte die Hypercom sich die früheren thales-e-transactions samt des früheren Geschäftsführers Christian F. Reiling einverleibt und den Markt von einem ernst zu nehmenden Konkurrenten bereinigt. Leider erfolglos, denn Hypercom kam nicht richtig in Fahrt. Nach informationen unserer Zeitung wurden erst kürzlich 35 hochqualifizierte Arbeitsplätze aus der Entwicklunsgabteilung in südostasiatische Billiglohnländer verlagert. Die Hypercom hat ihren Sitz auf dem früheren Zuse-Gelände in Bad Hersfeld. Durch die erneute Übernahme gibt es für bargeldlose Zahlsysteme nur noch zwei Platzhirsche weltweit.

Von Kurt Hornickel

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