42 stromgetriebene Fahrzeuge sind im Landkreis zugelassen

Elektroautos sind bei uns noch eine Seltenheit

+

Hersfeld-Rotenburg. Gemessen am Gesamtbestand der im Landkreis zugelassenen Fahrzeuge steckt die Elektromobilität mit 42 Autos in Waldhessen noch in den Kinderschuhen.

 Nicht einmal 0,04 Prozent der 111 320 zugelassenen Fahrzeuge haben einen Elektro-Antrieb. Das geht aus den aktuellen Zulassungszahlen des Landkreises von Ende März hervor. Die Verbreitung von Elektroautos verläuft schleppend, verzeichnet aber seit drei Jahren stärkere Zuwachsraten. Waren es Ende 2013 gerade mal ein Dutzend Fahrzeuge, stieg der Bestand Ende 2014 mit 22 und zum Abschluss des vergangenen Jahres mit 38 Stromern deutlich an.

„Das Thema Elektromobilität ist für uns ein Zukunftsthema“, sagt Bernd Rudolph, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Viele Familien im Kreis hätten Zweitfahrzeuge – wenn man betrachte, wieviele Kilometer damit täglich zurückgelegt würden, stecke dort ein großes Potenzial für E-Mobilität im ländlichen Raum darin. Denn angesichts oftmals kurzer Strecken stelle sich dann nicht mehr die Frage der Reichweite, sondern nur noch die Frage des Kaufpreises, den man dafür bezahlen müsse, findet Rudolph.

In den vergleichsweise hohen Anschaffungskosten für Elektroautos sieht auch Sigrid Wetterau den Haupt-Hinderungsgrund für mehr Elektromobilität. Die Regionalmanagerin des Regionalforums Hersfeld-Rotenburg hofft daher, dass der Bund über Förderungen positive Impulse gibt. Denn auch die nordhessischen Leader-Regionen setzen auf das Zukunftsthema: „In einer nordhessenweit angelegten Arbeitsgemeinschaft wollen wir die Elektromobilität und den Beitrag dieser Technik für den Klimaschutz weiter fördern“, sagt Wetterau. Mit der vorhandenen Ladeinfrastruktur ist die Regionalmanagerin zufrieden. Steige der Bedarf an Ladesäulen müsse allerdings auch dort nachgebessert werden. (pgo)

Kommentare