Richter urteilt „im Zweifel für den Angeklagten“

Eiterfelder erneut freigesprochen

Fulda. Auch im Berufungsverfahren am Fuldaer Landgericht hat es nun einen Freispruch für einen 49-jährigen Mann aus Eiterfeld gegeben. Er war angeklagt, im Mai 2009 für den Verkauf eines Turnierpferdes eine Urkunde gefälscht zu haben. Der Mann hatte das Pferd für 155 000 Euro an einen Schweizer Pferdehändler verkauft, wenige Tage später wurde es mit dem Flugzeug zu dessen Kunden in die USA geflogen.

Der Angeklagte war nicht Eigentümer des Tieres, es war jedoch in seinem Stall untergestellt. Für die Abwicklung des Geschäfts kassierte er 8000 Euro. Der Angeklagte selbst bestritt, von einem Bluttest oder einer Einfuhr in die USA gewusst zu haben. Mangels Beweisen und widersprüchlicher Zeugenaussagen wurde er im vergangenen Jahr freigesprochen. Doch die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein.

Nach mehreren Verhandlungstagen bestätigte Richter Dr. Harald Winkler nun das Urteil des Amtsgerichts Fulda. Im Berufungsverfahren wurde eine neue Zeugin verhört, die Licht ins Dunkel bringen sollte. Doch letztlich sei deutlich geworden, dass etwas nicht stimme. Im Zweifel für den Angeklagten lautete daher das Urteil. Staatsanwältin Christina Dern hatte die Zeugin für glaubwürdig gehalten. (vic)

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