250 Dinge, die wir an der Region mögen (140): Die Besengrundhalle in Tann

Ein einzigartiges Gebäude

Tann. Hoch oben über dem Ludwigsauer Ortsteil Tann liegt in einer geschützten Mulde auf dem Aspersberg eine einzigartige Sportstätte: Die Besengrundhalle.

Nicht nur weil sie oben auf dem Berg liegt, ist die Halle außergewöhnlich. Sondern auch, weil sie ein Sportfeld besitzt, das im Kreis seinesgleichen sucht. In den Boden eingelassen sind Feldmarkierungen für Radball.

Vom Radsportverein gebaut

Die Besengrundhalle war ursprünglich eine reine Radsporthalle. Denn gebaut wurde sie in den Jahren 1948 bis 1954 von den Mitgliedern des Radsportvereins Tann. Weil damals das Geld für das Material fehlte, wurde sie aus Holz gebaut. Ende der 90er Jahre war sie stark sanierungsbedürftig. „Ein Neubau war damals zwingend notwendig“, meint Bürgermeister Thomas Baumann.

Wie sehr der Zahn der Zeit an dem Gebäude genagt hatte, verdeutlicht die Tatsache, dass ein Teil der Halle schon zusammenkrachte, als die ersten Bagger anrückten. Baumann erwähnt auch den Preis für die Renovierung. Der Umbau zu einer Multifunktionshalle kostete damals rund zwei Millionen Mark. Doch das Geld ist gut angelegt. Die Halle ist gleich für einige Ludwigsauer Vereine und Sportgruppen Trainings- und Begegnungsstätte.

Hier haben nicht nur der Tanner Radsportverein, sondern auch die Tischtennisspieler des SV Beenhausen sowie die Trachten- und Volkstanzgruppe Tann ihre Heimat. Hinzu kommen: Damengymnastik oder auch Mutter-Kind-Massage.

Die Besengrundhalle ist nicht nur Sport- sondern auch Veranstaltungshalle. Hier werden Konzerte gegeben und große Familienfeiern abgehalten. Die Volkstanzgruppe Tann ist hier Gastgeber beim Internationalen Trachtenfest.

Rund 500 Sitzplätze

Die Besengrundhalle ist die größte Halle in der Gemeinde. Sie besitzt 300 Tisch-Garnituren und 500 Sitzplätzen. Außerdem sind hier noch mehrere Nebenräume vorhanden. Zudem: Gleich hinter der Besengrundhalle ist das Schützenhaus angeschlossen.

Von Hartmut Wenzel

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