Dorferneuerung: Land kündigt neue Richtlinien ab 2012 an

Für einzelne Orte gibt’s keine Förderung mehr

Hersfeld-Rotenburg. Die Dorferneuerung im Land Hessen soll ab dem kommenden Jahr komplett umgestellt werden. Aller Voraussicht nach ist es mit der gewohnten Förderung öffentlicher und privater Projekte in einzelnen Orten endgültig vorbei. Geld aus dem Landesprogramm wird es ab 2012 wohl nur noch für größere Einheiten, also für mehrere Dörfer einer Großgemeinde oder eines kommunalen Verbundes, geben.

Wie die Aufnahme in und die Förderung durch das Dorferneuerungsprogramm im Detail ablaufen sollen, ist noch ungewiss. „In der Tat ist eine Änderung des Verfahrens geplant, die 2012 wirksam werden soll. Die Überlegungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen“, sagte Wolfgang Harms, Sprecher des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, auf Anfrage unserer Zeitung.

Demografischer Wandel

Grund für die beabsichtigte Neuausrichtung des Dorferneuerungsprogrammes gibt nach Harms Angaben der demografische Wandel. Dieser konfrontiere die Dorfentwicklung mit neuen Fragen, die in den bisherigen Richtlinien nicht ausreichend berücksichtigt seien. Deshalb sei das Verfahren schon im laufenden Jahr angepasst worden. So konnten die Antragsteller (Städte und Gemeinden) für 2011 bereits zwei bis drei Ortsteile zur Aufnahme anmelden (siehe Hintergrund).

Ab 2012 soll das Verfahren gänzlich auf die kommunale beziehungsweise interkommunale Ebene ausgeweitet werden, heißt es aus dem Ministerium. Ein Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) soll als Grundlage zur Aufnahme und Förderung von Dörfern dienen.

Die 2011 aufgenommenen Kommunen erhalten die Option, im Jahr 2012 die Förderung eines Gesamtentwicklungskonzepts zu beantragen und - falls dies erfolgreich ist - auf alle Orte auszudehnen. zum tage/hintergrund

Von Andreas Hermann

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