Studierende der Technikerschule stellen Projekte vor – „Höhepunkt der Ausbildung“

Im Einsatz für die Praxis

Roman Anscheit, Mario Kreissl, Sascha Vetterlein, Eduard Streich, Jörg Schachtler und ihr Betreuer Dirk Landsiedel (von links) haben für K+S das Modell einer Flotationsanlage entwickelt, die bei der Herstellung von Düngemitteln genutzt werden könnte. Foto: Maaz

Bad Hersfeld. Praktische Lösungen für den Einsatz in der Industrie haben die kurz vor dem Abschluss stehenden Studierenden der Technikerschule Bad Hersfeld entwickelt. Am Samstagmorgen stellten sie ihre Projekte aus den Bereichen Automatisierungstechnik und Mechatronik am Obersberg vor.

„Das ist der Höhepunkt der Ausbildung“, sagte Michael Weiser, Abteilungsleiter. 2005 wurde die Projektarbeit an der Schule eingeführt, heute ist sie fester Bestandteil des Lehrplans. Die Studierenden müssen in Kleingruppen, denen bis zu zwei Betreuer zur Seite stehen, eine konkrete Aufgabenstellung aus der Praxis realisieren, dabei arbeiten sie eng mit Betrieben aus der Region zusammen.

„Es wird nicht nur für die Vitrine gearbeitet, sondern die Lösungen sollen später auch tatsächlich eingesetzt werden“, erklärte Weiser. Etwa 200 Stunden sollen die Gruppen an ihren Projekten arbeiten, „häufig wird aber deutlich mehr Zeit investiert, auch abends und am Wochenende“, lobt Michael Weiser den Einsatz der angehenden staatlich geprüften Techniker. Die Zusammenarbeit mit den Betrieben vor Ort, die auch die finanziellen Mittel für die Projektarbeiten zur Verfügung stellen, funktioniere sehr gut.

Ein Modell für die Ausbildungswerkstatt von K+S haben etwa Roman Anscheit, Mario Kreissl, Sascha Vetterlein, Eduard Streich, Jörg Schachtler und Jirka Chlouba geplant und realisiert – eine so genannte Flotationsanlage, die bei der Herstellung von Düngemitteln eingesetzt werden kann.

Die insgesamt sechs Projekte stellten die Gruppen am Samstagmorgen Vertretern von Betrieben, den Lehrern und Studienkollegen vor.

Von der Qualität „seiner“ Techniker ist auch Betreuer Dirk Landsiedel überzeugt: „Wir sind anderen Ländern in diesem Bereich meilenweit voraus.“ Und Abteilungsleiter Weiser ergänzt: „Die Betriebe fragen nach unseren Absolventen. Fast alle, die jetzt ihren Abschluss machen, haben schon eine Stelle gefunden.“

Von Nadine Maaz

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