Gedenktafel und Benefizkonzert zur Erinnerung an die Grenzschützer in Bad Hersfeld

Es war einmal der BGS

Mit einem Konzert der Superlative schmückte das Bundespolizeiorchester Hannover die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum des Bundsgrenzschutzes in Bad Hersfeld. Fotos: Gerhard Manns

Bad Hersfeld. Vor 50 Jahren, am 29. August 1963 zog die damalige I./ Grenzschutzgruppe 4 (I./GSG 4) mit einer großen Parade durch die Bad Hersfelder Innenstadt in die neue Kaserne im Künbachsgrund ein.

Zur Erinnerung an diesen Tag enthüllten Bürgermeister Thomas Fehling und der Hauptorganisator der Veranstaltung, der ehemalige Bundesgrenzschutzangehörige Manfred Kretschmer, am Samstag Nachmittag eine Bronzetafel an der Mauer auf dem oberen Rathausplatz.

Zu diesem außergewöhnlichen Ereignis waren etwa 150 ehemalige Grenzschützer gekommen, viele auch von weit her. Kretschmer bedankte sich bei Fehling und der Stadt Bad Hersfeld für die Unterstützung bei der Beschaffung der Bronzetafel und die kostenlose Überlassung der Stadthalle zu den Feierlichkeiten.

Als kleines Dankeschön überreichte Manfred Kretschmer dem Bürgermeister und Reinhold Schott von der Stadtverwaltung ein Buch von Jürgen Urnau, in dem die Geschichte des BGS-Standortes Bad Hersfeld umfassend dokumentiert ist. Dieses sehr umfangreiche Buch, mit vielen Fotos und Beschreibungen rund um den ehemaligen BGS-Standort und die innerdeutsche Grenze, kann über die Hoehlsche Buchhandlung bezogen werden.

Nach der Enthüllung der Bronzetafel trafen sich die alten BGSler in der Stadthalle, wo eine Foto- und Informationsausstellung über den ehemaligen BGS-Standort Bad Hersfeld und die jetzige Bundespolizei stattfand. Für viele der „Ehemaligen“ des damaligen BGS-Standortes Bad Hersfeld gab es ein freudiges Wiedersehen mit alten Kameraden und Weggefährten.

Nicht wenige sahen sich nach 30 bis 40 Jahren das erste Mal wieder und dementsprechend war die Freude groß. Erinnerungen über gemeinsame Erlebnisse und Ereignisse aus längst vergangenen Zeiten wurden ausgetauscht, Gesprächsstoff gab es genügend.

Großartiges Konzert

Am Abend gab das Bundespolizeiorchester Hannover in der Stadthalle ein großartiges Benefizkonzert mit dem „Marsch des Hessischen Kreisregiments“ zu Beginn. Nach der Begrüßung der vielen Besucher durch Polizeidirektor Werner Friedrich gaben die Musiker unter der Leitung von Andreas Frey und den Solisten Philine Voigtländer an der Oboe und Frank Conrad mit seiner Klarinette den Zuhörern ein Konzert der Superlative.

Mit Stücken „Ohne Aufenthalt“, „Gabriel´s Oboe“, oder den Klassikern „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“ und „Puttin’ on the Ritz“ lösten sie lang anhaltenden Beifall des Publikums aus.

Nach der Pause zur Halbzeit des Konzertes bedankte sich Bürgermeister Fehling bei den Musikern, dass sie mit diesem wunderbaren Konzert die Stiftung „Hospiz gegen Einsamkeit und Armut“ unterstützen und bei der Bundespolizeiabteilung Hünfeld für die Ausrichtung dieser tollen Veranstaltung.

Mit Musikstücken „Der Königgrätzer“, dem „50er Jahre Medley“ oder „Benny Goodman Memories“, um nur einige zu nennen, wurde die zweite Hälfte eingeläutet. Moderiert wurden der Abend von Dirk Hillebold, der es sehr gut verstand, mit der Erzählung kleiner Geschichten das Publikum zum Schmunzeln zu bringen.

PHK Jürgen Bohl, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Bundespolizeiabteilung in Hünfeld sagte auf Nachfrage, dass dieses Konzert ein kleines Dankeschön an die Stadt Bad Hersfeld für die Beschaffung der Bronzetafel und die übernommene Patenschaft im Jahr 1983 sei.

Gut aufgehoben

Ausdrücklich betonte Bohl, dass man als BGS-Beamter in Bad Hersfeld von den Einwohnern geachtet wurde, die Menschen standen hinter den Grenzschützern. Im Standort herrschte eine gute Kameradschaft, man fühlte sich in der Festspielstadt gut aufgehoben. Organisiert wurde die tolle Veranstaltung von Manfred Kretschmer, Hans-Karl Gliem und der Bundespolizeiabteilung in Hünfeld.

Von Gerhard Manns

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