Hersfelder Faserhersteller will Weltmarkt trotzen / Vorläufige Beschäftigungsgarantie

Einigung bei Performance Fibers

Bad Hersfeld. Beim Bad Hersfelder Faser-Hersteller Performance Fibers haben sich Geschäftsleitung und Gewerkschaft auf einen Zukunftskonsens für das Unternehmen verständigt. Damit sollen sowohl die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens als auch die Arbeitsplätze gesichert werden, teilt die Gewerkschaft IG BCE mit.

Die Übereinkunft sieht nach Mitteilung der Gewerkschaft vor, die Entgelterhöhung, dass die seit Juni 2011 für die Chemieindustrie gilt, von jetzt bis zum Jahresende noch nicht an die Mitarbeiter weitergegeben. Die organisierten Beschäftigten erhalten statt eines 13. Gehaltes eine Einmalzahlung von 500 Euro im November 2011.

Die Erhöhung der Arbeitszeit auf 39 Stunden pro Woche bleibt bestehen und wird auf freiwilliger Basis für Nicht-Schichtmitarbeiter auf 40 Stunden erhöht. Darüber hinaus „schenken“ alle Mitarbeiter dem Unternehmen 20 Überstunden. Die außertariflichen und die leitenden Angestellten beteiligen sich gleichermaßen an dem Sparprogramm.

Im Gegenzug sind betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31. Mai 2012 ausgeschlossen. Performance Fibers bleibt zudem bis Ende 2012 im Arbeitgeberverband der Chemischen Industrie. Der Großteil der Ende September auslaufenden befristeten Arbeitsverträge wird um bis zu ein Jahr verlängert. Dem Verhandlungsergebnis hätten die Gewerkschaftler mit großer Mehrheit zugestimmt.

Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite waren unter andern Greg Vas Nunes (Präsident Europa) und Rob ten Cate (Geschäftsführer). Die Arbeitnehmerschaft wurde von Hans Schweinsberg (IG BCE), Frank Sandrock (Betriebsratsvorsitzender) und Bernd Meisinger (Betriebsratsmitglied) vertreten. (kai/red)

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