Vergleich im Konzert-Streit zwischen Stadt Bad Hersfeld und Arbeitskreis für Musik

Einigung in letzter Minute

Endlich einig: Festspielverwaltungschef Schmidt, amtierender Bürgermeister Seitz, AfM-Vorsitzender Rothe und Rechtsanwalt Königshof (von links) mit dem Vergleich. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Gerade noch rechtzeitig vor dem heute beginnenden Vorverkauf für die Bad Hersfelder Festspiele 2011 haben sich die Stadt und der Arbeitskreis für Musik (AfM) im Streit um drei Konzertveranstaltungen in der Stiftsruine geeinigt.

Nach einem gestern Nachmittag unterzeichneten Vergleich können sowohl der Auftritt des Dresdner Kreuzchors am 5. Juli wie auch das strittige zweite Konzert von Musical-Star Helen Schneider am 31. Juli stattfinden. Die für den 19. Juni geplante Matinee mit dem Chorvereins-Ensemble „TonArt“ wird entweder nicht in der Ruine oder zu einem anderen Termin stattfinden.

Der Abend mit dem Kreuzchor wird nun eine Co-Produktion von AfM und Festspielen sein.

Die Auseinandersetzung zwischen Stadt und AfM spielte sich vor dem Hintergrund eines noch bis 2015 laufenden Vertrages ab, der das Nebeneinander von Festspielen und dem AfM als Träger der Oper in der Stiftsruine sowie der Festspielkonzerte regelt. Nach dieser seit 1997 bestehenden Vereinbarung ist ausschließlich der AfM während der Festspielzeit für musikalische Veranstaltungen zuständig, um sich nicht gegenseitig Konkurrenz zu machen.

Gegen die von Festspielintendant Holk Freytag geplanten Konzerttermine hatte der AfM ursprünglich beim Landgericht in Fulda eine einstweilige Verfügung erwirken wollen. Dieser Antrag wird zurückgenommen.

Die Stadt Bad Hersfeld trägt sowohl die außergerichtlichen Kosten wie auch die des Fuldaer Verfahrens. Weitere finanzielle Absprachen wurden nicht getroffen.

Dank der gestrigen Einigung kann der Vorverkauf für die nächste Festspielsaison wie vorgesehen beginnen: Ab heute gibt es Tickets für die Musicals „Sunset Boulevard“ und „West Side Story“, für das Familientheater „Das Dschungelbuch“ sowie für die Schauspiele „Hamlet“ und „Der Name der Rose“. Auch Karten für den Eichhof, die Schilde-Halle und für die Konzertveranstaltungen sind bereits erhältlich. Bis zum 31. Dezember gibt es einen Frühbucher-Rabatt von zehn Prozent auf nicht ermäßigte Karten, fünf Prozent auf ermäßigte. zum tage; Lokalseite 2

Ticket-Telefon: 06621/400 755, Fax 400 770. E-Mail: kartenzentrale@bad-hersfeld.de. Online: www.bad-hersfelder-festspiele.de

Von Karl Schönholtz

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